besinnliche Weihnachtsgedichte

Weihnachten ist die Zeit der Besinnlichkeit. Es wird früh am Nachmittag dunkel, draußen ist es kalt und im Haus kann es sich gemütlich gemacht werden. Das Jahr neigt sich ferner dem Ende zu, sodass jetzt die Zeit ist, um es Revue passieren zu lassen. Christen nutzen die Weihnachtstage, um sich an die Geburt Jesus zu erinnern und den Glauben in Stille zu feiern. Besinnliche Weihnachtsgedichte sind eine ausgezeichnete Möglichkeit, um das Fest feierlich zu begehen. Sie liefern Gedankenanstöße und greifen den Zauber der Feiertage hervorragend auf.

Viele berühmte Poeten und Literaten haben sich dem Lichterfest mit besinnlichen Weihnachtsgedichten gewidmet. Darunter finden sich unter anderem Fontane, Goethe und Rilke. Häufig wird der religiöse Aspekt des Weihnachtsfestes aufgegriffen, aber gelegentlich handelt es sich ebenfalls um weltliche Themen. Es geht um Familie, Heimweh und verlorene Lieben. Stets ist in den besinnlichen Weihnachtsgedichten jedoch die spezielle Magie des Festes zu spüren, die Kraft und Milde für das kommende Jahr spendet.

Die schönste Zeit des Jahres
Wenn weiße Flocken zur Erde gleiten,
und Kinder freudig Schlitten fahr´n,
wenn Mütter Plätzchen zubereiten,
dann ist die schönste Zeit ganz nah.

Der Vater stolz vor lauter Glück,
mit Lamettaglanz den Christbaum schmückt.
Denn wenn die Kinder kommen heim,
dann muss alles ganz festlich sein.

Der Abend naht, es ist soweit,
die Schwester trägt ihr bestes Kleid,
Sie treten in das Zimmer ein,
wo sie erwartet, ein heller Schein.
Voll Pracht und Glanz steht er nun da,
der Christbaum geschmückt, so wunderbar.

Die Mutter möchte ein Liedchen anstimmen,
denn die Kinder sollen für das Christkind singen.
Und kurz darauf ertönt aus dem Raum,
die fröhliche Melodie von „Oh Tannenbaum“.

Wenn die Kinder dann eilig die Päckchen auspacken,
ist die Mutter dabei, eine Walnuss zu knacken.
Auf einmal wird es leis im Haus, und alle schauen zum Fenster raus.
Sie sehen die Schneeflocken tanzen und springen,
und hören aus der Fern, die Glocken erklingen.
Da besinnt sich die Familie und ihnen wird klar,
die schönste Zeit des Jahres, nun ist sie da.

Fröhliche Weihnachten!

Autor: Kay Lenz

Kum tram mit mir....
I hob tramt i bin a Engal
und Weihnachtn woa - i bin obe gflogn vom Himmel
zu de Mensch’n auf die Erd’
und hob ma ihre Wünsche ang’hört

Die Stimmung in d’Häusa war g’miatlich u. schen
und die Kinda, de woit’n des Christkind scho sehn

sie g’frein sie aufs Christkind kennans gor net erwort’n
schaun im Finstan durchs Fensta in Gart’n
und pst.. nur net zu laut
weu sies Christkind ja sunst net eina traut

Und allas waoa g’schmückt und da Schnee is g’foin
da hob i ma ang’hört, was die Mensch’n so woin

Ja… Weihnacht’n …

I hob tramt i bin a Engal
und bring die Geschenke, erfüll jeden Wunsch….

Wos ? stimmt net ? Na leida ned ganz….

Es gibt Wünsche, de san net zu erfüllen
von niemand’n, beim bestem Wüll’n

losst’s mi erklärn um was do geht
damit’s a jeda glei vasteht

do woa in mein traum wer, der hat mi gebet’n
doch bitte seinen Liebsten zu rett’n

sein Wunsch war, moch eam so g’sund wie wir
i gabat mei Hab und Gut dafür

und jedn Tag tuat er drum i bet’n
denn nur a Wunda kann eam rett’n

Nur des is sei Wunsch den er begehrt
ois andre hat für ihn kann Wert

Dein Wunsch hob i g’sagt, kann i net erfülln

Daun hob i eam aug’schaut, kurz nochgedocht,
weu des hat mi wirklich sehr traurig g’mocht

dann hob i g’sagt wast wos:
es gibt da wos – i schick das vorbei
pass guat drauf auf und lass nie mehr los

es is die Hoffnung – kennst’as
sie soi immer bei dir sei
soll die begleit’n in schweren Zeiten
soll dein Licht sein und dein Glaube
deine Zukunft und dein Jetzt
und Trost dir Spenden wenn Du schwankst

... und dann bin i aufg’wacht - wos woa des jetzt
a Traum - die Wirklichkeit ...?

I hob tramt i bin a Engal

Autor: Sylvia Seidl

Eine tolle Weihnachtszeit
Asyl schallt' s hallend durch die Nacht,
Schlägt in mein Herz, dass es vor Kälte erstarrt!
Kann mich zunächst fast nicht bewegen,
Doch dann erreicht mich Gottes Segen.
Die Stimme in mir sagt 'öffne Dein Haus',
dann sieht es nicht nur nach Weihnachten aus.
Licht und Liebe durchdringen mein Herz
Das Fest der heiligen Nacht ohne Schmerz!
Öffnet die Türen, die Tore macht weit,
Erleben könnt Ihr eine tolle Weihnachtszeit.

Autor: Theresa

Weihnachten und der Zeiger der Uhr
Weihnachten – jene Zeit, in der man glaubt, dass die Zeit jedes Jahr schneller vergeht,
dabei sich der Zeiger der Uhr immer gleich schnell dreht.

Es sind die schönen Momente, die viel zu schnell vergehen,
zuerst ist die Vorfreude da, dann bereits auch wieder geschehen.

Wir wollen den Augenblick festhalten,
in schönen Momenten die Zeit anhalten.

Was hat es auf sich mit der Zeit, die nach wie vor immer schneller vergeht,
wobei sich der Zeiger der Uhr immer gleich schnell dreht?

Es ist die gefühlte Zeit der schönen Momente, die verfliegt,
es scheint als hätte wieder einmal die Zeit gesiegt.

Bei unangenehmen Angelegenheiten scheint die Zeit nicht zu vergehen,
wer kennt es nicht jede Minute auf die Uhr zu sehen?

Welche Schlussfolgerung ziehen wir daraus, dass einem das Jahr meist viel zu schnell vergeht,
während sich der Zeiger der Uhr immer noch gleich schnell dreht?

Es sind scheinbar die schönen Momente, die überwiegen,
vielleicht oft viel zu wenig festgehalten – sie verfliegen.

Was können wir tun, um die Zeit wieder bewusster zu erleben,
um schönen Momenten eine lang andauernde Bedeutung zu geben?

Wer erinnert sich nicht gern an Weihnachten in seiner Kindheit zurück,
als unsere Augen beim Betrachten des Christbaums strahlten vor Glück?

Die kindliche Vorfreude vor dem Weihnachtstag,
ob das Christkind wieder einen schönen Baum und Geschenke bringen mag?

Ein herrlicher Duft von Lebkuchen, Zimt und Orangen lag in der Luft,
aus der Küche vom Weihnachtsschmaus bereits der Duft.

Es ist die Zeit davor, die man so bewusst hat wahr genommen,
bis der Heilige Abend war gekommen.

Der Adventkalender, bei dem man jeden Tag ein Türchen aufmachte,
der Adventsonntag, den man mit Keksen, Liedern und Geschichten verbrachte.

Der Brief an das Christkind, den man sich lange und gut überlegte,
bevor man ihn auf das Fensterbrett legte.

Gemeinsam gebacken und Kekse verziert,
einen Adventmarkt besucht und im Schnee spaziert.

Einen Schneemann gebaut
und ihn dann vom Fenster aus angeschaut.

Jahre zurück hat man viele Einzelheiten als Erinnerungen abgespeichert,
dieser Schatz an Erinnerungen jeden Einzelnen von uns bereichert.

Es ist wichtig die Augenblicke des Lebens bewusst zu leben,
diesen eine besondere Bedeutung zu geben.

Sie sind es, die unsere Erinnerungen ausmachen,
und die Gedanken daran nach wie vor Freude und positive Gefühle entfachen.

Der Schlüssel der Kindheit war es, die Weihnachtszeit sehr bewusst zu erleben,
und somit den Erinnerungen einen sehr hohen Stellenwert geben.

Wenn wir uns wieder denken, dass sich der Zeiger der Uhr viel zu schnell dreht,
und die Zeit uns viel zu schnell vergeht,
denken wir an unsere Kindertage und versuchen Ereignisse bewusster zu erleben,
den Dingen, die wir für selbstverständlich erachten, eine größere Bedeutung zu geben.

Dieses Jahr wünsche ich Euch, dass ihr Weihnachten wieder mit anderen Augen seht,
nicht daran denkt, wie schnell die Zeit vergeht.

Dass jeder die Erinnerungen festzuhalten besser versteht,
denn der Zeiger der Uhr sich immer gleich schnell dreht.

2012

Autor: Michaela Glanz

Die Weihnachtsnacht
In der Dämm'rung dieses Abends
liegt so stille Seligkeit;
jeder Mensch des kleinen Dorfes
weiß genau: Es ist soweit!

Vom Himmel leuchten viele Sterne
auf das schneebedeckte Land,
und in Stuben überglücklich
steh'n die Menschen Hand in Hand.

Draußen auf den weißen Feldern
bis zum tiefen Wald hinan
hört man leise Glocken klingen –
glücklich ist heut' jedermann.

Und wenn man's genau beachtet,
horchend mit gespitztem Ohr,
hört man leise aus dem Himmel
singen einen Engelschor.

Er singt so still und auch so leise
hinab auf unsre Erde,
er singt auf wunderbare Weise,
daß es bald Friede werde!

Autor: Christopher von Greverode

Weihnachten von Rudi
Die Weihnacht ist gekommen es grüßen weit und breit
die frohen Kinderherzen die heilige Jubelzeit.

Am düsteren Waldessaume da steht ein kleines Haus
das weiß nichts von dem Feste, das sieht so traurig aus.

Die Mutter sitzt am Tische und starret vor sich hin,
was geht in dieser Stunde der Armen durch den Sinn?

Da öffnet sich die Türe ihr blasses Kind erscheint
"Oh Mutter" ruft der Kleine "das muß man aber sehn,
wie unsere Nachbarskinder ums Weihnachtsbäumchen stehn.
Da brennen viele Lichtlein, ist helle wie am Tag
die Zweiglein tragen Gaben, wie man sie wünschen mag.
Und Sachen wunder niedlich Spielzeug ist auch dabei
und schöne neue Kleidchen und Naschwerk mancherlei.
Das Christkind hats den Kleinen zum Weihnachtsfest gebracht.
Weil sie so brav gewesen hat es an sie gedacht.

Oh Mutter, liebe Mutter hab ich dich wohl gekränkt,
bin ich nicht brav gewesen, daß es an mich nicht denkt?"

Die Mutter faßt das Büblein und drückt es fest ans Herz
und sagt mit halb ersticktem Schmerz:

"Oh gräm dich nicht mein Lieber, du bist ein braves Kind
das unserer Nachbarskinder gewiss nicht braver sind.

Doch gibt es viele Häuschen und viele Kindlein drin,
das Christkind kann auf einmal doch nicht zu Allen hin."

Das Büblein ist zufrieden, es sieht die Tränen nicht,
die aus Mutters Augen im schnellen Laufe bricht.

Ein Jahr ist nun vorüber. Weihnacht ist wieder da
die Mutter strickt am Tische, klein Büblein ist ihr nah.

Sie faltet still die Hände und seufzt "Mein lieber Sohn
du bist im Paradies, 10 lange Monate schon.

Dort steht gewiss ein Bäumlein für dich in goldener Pracht,
dort schenkt dir schöne Gaben die frohe Weihnacht.

Doch ich arme Mutter, ich habs nicht so gemeint."
sie hält die Hand vors Auge und senkt das Haupt und weint.

Autor: unbekannt

Weihnacht
Weihnacht,
Weißer, weicher Schnee
Fällt auf die Erde nieder,
Gefroren ist der Weiher.
In allen Häusern sind die
Menschen aufgeregt, weil
an Weihnacht jeder
Mensch geheime
Wünsche hegt und
Wunder in Erfüllung gehen.

Autor: Susanne Ulrike Maria Albrecht

Der helle Stern
Der Stern, der jede Seel' erfreuet,
dass sie aufs Neue hoffen lern',
der Himmelsgold zur Erde streuet -
das ist der Weihnacht heller Stern.

Autor: unbekannt

Weihnachten
Weihnachten frohes Fest,
trotzdem voll im Stress.
Weihnachtskuchen backen,
und Geschenke einpacken.

Familienfest vorbereiten,
doch trotzdem noch Streiten.
Weihnachtsbaum schmücken,
in allen feinsten Stücken.

Doch was ist wirklich wichtig?
Alles haben ganz richtig?
Oder das Christkind?
Wo wir doch alle gleich sind.

Jesus kam auf der Welt,
ohne Gold und Geld.
Jesus war nicht Reich,
machte trotzdem unsere Herzen weich.

Darum feiern wir Weihnacht heut,
denn alle sind erfreut.
Dass Jesus gebar,
und eins für uns hier war.

Autor: Claudia Driediger

Stern der Sehnsucht
Stern der Sehnsucht,
hoch am Himmel,
leuchte hell durch dunkle Nacht.
Bringe allen Menschen Hoffnung,
die dein sanftes Licht bewacht.

Weck die Hoffnung in den Herzen,
Derer, die vom Hass zerstört,
dass ein jeder von uns Menschen,
noch das Lied der Liebe hört.

Hass und Liebe sind die beiden
Pole der Unendlichkeit
und wir Menschen wandern alle,
durch die Zeit zur Ewigkeit.

Lass uns mit dem Herzen sehen,
unsern Weg durch Raum und Zeit,
lass uns nicht verloren gehen
in der kalten Dunkelheit.

Nur die Liebe kann verhindern, dass wir für immer in der Unendlichkeit des Seins verloren gehen.

Autor: Raina Jeschke

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