schöne Weihnachtsgedichte

In der stimmungsvollen Vorweihnachtszeit werden Sie sicher so manche Weihnachtskarte schreiben, wobei Sie sich genau die Wortwahl überlegen werden. Es würde sich dann anbieten, ein schönes Weihnachtsgedicht an die lieben Mitmenschen auszusuchen. Das zeigt den Empfängern, dass Sie gedanklich bei ihnen sind und sich dabei große Mühe machen. Aber auch für den Versand einer weihnachtlichen E-Mail kommt ein solches Gedicht bei den Freunden, den Verwandten und Bekannten immer gut an, egal ob diese in der Nähe oder weiter entfernt wohnen.

Ebenso wird ein netter Vers zusammen mit einem Weihnachtsgeschenk gerne gelesen. Jeder Mensch ist anders, deshalb wird jeder Empfänger auf die eigene Weise angeschrieben. Sie werden die Worte für Ihren Vorgesetzten anders wählen, als für die Eltern, die nette Nachbarin oder den zuvorkommenden Kollegen. Passende Weihnachtsgedichte, die nachdenklich sein können, fröhlich oder förmlich ausfallen, besinnlich sind oder feierlich, können Sie hier finden. Ein poetischer Weihnachtsgruß wird Ihnen viel Anerkennung einbringen.

Der Tannenbaum
Im Walde steht ein Tannenbaum
Mit Nadeln spitz und fein.
Damit näht sich der Distelfink
Sein buntes Röckelein.

Er stehet da, so kerzengrad',
Und grün ist stets sein Kleid,
Im Frühling und im Sommer wohl
Und auch zur Winterzeit.

Christkindlein schickt durch Schnee und Eis
Knecht Ruprecht dann hinaus.
Der schneidet ab den Tannenbaum
Und nimmt ihn mit nach Haus'.

Christkindlein hängt mit zarter Hand
Viel' Nüss' und Äpfel dran,
Und Lichtlein steckt's auf jeden Zweig,
Dazu auch Marzipan.

Und kommt die liebe Weihnachtszeit,
Dann klingelt die Mama. -
Wie steht der grüne Tannenbaum
So bunt und helle da!

Du Tannenbaum im dunklen Wald,
Bald wirst du abgestutzt.
Drum freue dich, dann wirst du auch
Gar herrlich aufgeputzt.

Autor: Georg Christian Dieffenbach

Christnacht
Wieder mit Flügeln, aus Sternen gewoben,
Senkst du herab dich, o heilige Nacht;
Was durch Jahrhunderte Alles zerstoben –
Du noch bewahrst deine leuchtende Pracht!

Ging auch der Welt schon der Heiland verloren,
Der sich dem Dunkel der Zeiten entrang,
Wird er doch immer auf's neue geboren,
Nahst du, Geweihte, dem irdischen Drang.

Selig durchschauernd kindliche Herzen,
Bist du des Glaubens süßester Rest;
Fröhlich begangen bei flammenden Kerzen,
Bist du das schönste, das menschlichste Fest.

Leerend das Füllhorn beglückender Liebe,
Schwebst von Geschlecht zu Geschlecht du vertraut –
Wo ist die Brust, die verschlossen dir bliebe,
Nicht dich begrüßte mit innigstem Laut?

Und so klingt heut' noch das Wort von der Lippe,
Das einst in Bethlehem preisend erklang,
Strahlet noch immer die liebliche Krippe –
Tönt aus der Ferne der Hirten Gesang...

Was auch im Sturme der Zeiten zerstoben –
Senke herab dich in ewiger Pracht,
Leuchtende du, aus Sternen gewoben,
Frohe, harzduftende, heilige Nacht!

Autor: Ferdinand von Saar

Weihnachtsabend
Hört nur, gestern Abend so gegen sieben,
Mutter war grad beim Kaufmann drüben,
da poltert es die Treppe hinauf, klopft an die Tür
und reist sie auf.
Knecht Ruprecht kam herein und denkt Euch,
ich war ganz allein.
Er brummte etwas wie Weihnachtslieder, da rutschte
ich flink vom Stuhl hernieder und sang das Lied von
der heiligen Nacht, da hat er aber Augen gemacht.
Er schenkte mir Nüsse und Pfefferkuchen und brummte,
dich werd ich noch mal besuchen.
Grüß Vater und Mutter recht schön, ich danke dir auch,
Auf Wiedersehen!

Autor: unbekannt

Heilig Abend
Es ist Heilig Abend,
Wir haben schon gegessen,
Das Christkind ist nah,
Schon bald ist es da.

Das Glöckchen hat geläutet,
Jetzt wissen wir AH,
Das Christkind war da!

Wir laufen schnell zum Christbaum hin,
Was ist denn in den Geschenken drin?
Hurtig und Schnell packen wir aus,
Da kommt ja was schönes raus!

Ein Ball,
Wenn er springt macht er schönen Schall!

Legosachen,
Damit kann man ja was tolles machen!

Eine Spielzeugmaus!
Und was kommt wohl aus den anderen aus?
Bestimmt was tolles was ich mag,
Wo ich auch nie drüber klag.

Autor: Hannes Kuisle und Carolina Kullmann

Das Pferde-Rentier
Es war einmal ein trauriges Pferd
Alle sagten es sei nur noch ein paar Münzen Wert
Einsam und allein stand es da
Ohne Freund und mit zerzaustem Haar
Die Zeit verging und der Sommer verschwand
Kälte und Nässe zog über das Land
Weihnachten war es, man beschenkte sich überall
Doch keiner dachte an das Pferd im Stall
Einsam und allein stand es da
Ohne Freund und mit zerzaustem Haar
Die Zeit verging und der Sommer verschwand
Kälte und Nässe zog über das Land
Weihnachten war es, man beschenkte sich überall
Doch keiner dachte an das Pferd im Stall
Kein extra Sack Hafer, kein Heu und kein Gras
Niemand merkte das man das Pferd wieder vergaß
Da hatte es einen sehnlichen Wunsch
Lieber Weihnachtsmann komm herein
Und lass mich einmal dein Rentier sein
Tief in der Nacht der Wind pfiff laut
Polterte es draußen dass Pferd wachte auf
Das Tor flog auf und es trat heran
Der Weihnachtsmann und sein Rentier-Gespann
Er sprach ich habe deinen Wunsch vernommen
Und bin von sehr weit hergekommen
Für eine Nacht stell ich dich ein
Du sollst mein erstes Pferde-Rentier sein
Und während er es führte in sein Gespann
Eine Pferde-Träne auf den Boden rann
Vergessen waren Trauer und Einsamkeit
Der Weihnachtsmann sprach, nun bist du bereit
Die Schlittenglöckchen laut erklingen
Komm lass uns den Kindern Geschenke bringen
Wir haben diese Nacht noch viel zu tun
Morgen Früh kannst du dich wieder ausruhn
Denn dort im Stall da wartet auf dich
Viel Hafer und Stroh und ein warmes Licht
Mein Freund die Maus wird bei dir sein
Du bist dann nicht mehr im Stall so allein
Und Weihnachten im nächsten Jahr
Wird dein Pferde-Rentier Wunsch vielleicht wieder wahr

Autor: Leo Houben Nohra

Zurück zu Puppe und Eisenbahn
Die Tage werden kürzer und weichen der Nacht.
Eiskalter Hauch wird vom Wind gebracht
Weiße Flocken fallen leise.
Der Winter schickt sie auf die Reise
Sie geben der Erde ein weißes Kleid.
Freuet euch, es ist Weihnachtszeit

Wie war das vor vielen Jahren noch schön.
Man konnte im Schnee zur Christmette gehen
Und während fielen die weißen Flocken
Strickte Oma am Herd warme Socken
Und wurde gebacken Stollen und Fla (Torte)
Wusste jeder das Christkind ist da
Stand dann geschmückt der Tannenbaum
Erfüllte sich mancher Kindertraum
Mit Geschenken war der Tisch gedeckt.
Das Selbstgebackene hat köstlich geschmeckt
Und im Geschenkkarton mit Schleife
Bekam Opa eine neue Pfeife
Die Kinder erhielten wie jedes Jahr
Mützen Schal und ein Sockenpaar
Oma zeigte stolz ihre Plätzchendose
Und die neue dicke Unterhose

So saß man gemütlich noch spät beisammen
Und oft Freudentränen rannen
Mit der hölzernen Eisenbahn
Fingen die Kinder zu spielen an
Lagen die Bauklötze im Zimmer zerstreut
Hatten die Kinder so richtig Freut

Wie ist das doch heute anders geworden
Der lebende Tannenbaum ist fast gestorben
Ein künstlicher Baum wird hingestellt
Den kauft man nur einmal und das spart Geld
Wohl werden Video und Stereoanlagen
Heute zum Gabentisch getragen
Die Kinder erhalten Telespiele
In dem Menschen und Tiere dienen als Ziele
Wo dann mit Joystick und Steuerknüppel
Alles geschossen wird zum Krüppel
Monsterpuppen und Horrorfiguren
Bringen den Kreislauf der Kleinen zum spuren
Mit roten Backen und aufgedreht
Es dann spät in der Nacht ins Bettchen geht

Wo ist die schöne Zeit geblieben
In der, Kinder noch Puppen und Bauklötze lieben
Und auf dem Fußboden spielte dann
Der Vater mit der Holzeisenbahn

Man könnte die heutige Hektik wenden
Jeder hält es in seinen Händen
Weg mit dem Stress und dem Größenwahn
Zurück zur Puppe und Eisenbahn

Autor: Leo Houben Nohra

Mein Weihnachtswunsch
Mein Weihnachtswunsch
Ich wünsch mir ein Pferd vom Weihnachtsmann
Auf dem ich dann richtig Reiten kann
So ein Ritt durch die Natur
Das ist gesund macht freude pur
Vorbei an schneebedeckte Bäume
Das ist es wovon ich schon immer Träume
Vieleicht begegnet mir bei solchen Ritten
Mal der Weihnachtsmann auf seinem Schlitten
Voll beladen mit Geschenken und Gaben
Die Rentiere mit ihm von dannen traben
Ich ruf hinterher so laut ich kann
Vielen Dank und frohe Weihnachten
Lieber Weihnachtsmann

Autor: Leo Houben Nohra

Weihnachten ist es
Weihnachten ist es, es schneit es schneit
Der Weihnachtsmann macht seinen Schlitten bereit
Kinder die nun an ihn denken
will er Lecker und Spielsachen schenken
damit er sie auch bringen kann
spannt er am Schlitten die Rentiere an
Warum nimmt er eigentlich keine Pferde
für die weite Reise hin zur Erde
Er wohnt ja im Himmel am nördlichem Pool
Da fühlen sich Pferde nicht so wohl
da können in diesen Wintertagen
Rentiere die Kälte besser ertragen
und darum bleibt es ich glaube schon
besser bei der sehr sehr alten Tradition

Autor: Leo Houben Nohra

Vergesst im Winter die Tiere nicht
Es ist bald Weihnachten und draußen wirds kalt
Die Tiere suchen Futter im verschneiten Wald
Jetzt sollte man auch an die Vögel denken
Auch denen kann man was leckeres schenken
Ein schneedichtes Vogelhaus wäre da richtig
Das Futter sollte trocken bleiben, das ist wichtig
Weizenkörner und andere Dinge
Für die Meisen gibts leckere Futterringe
Auch im Feld die Rehe und Hasen
finden im Schnee fast nichts zu grasen
Da sollten Heu und leckere Möhren
Zum Futterplan hinzu gehören
Walnüsse braucht man nicht zu zerhacken
Eichhörnchen und Raben können die knacken
Auch das Pferd im Stall in der Boxenecke
Freut sich über eine Rückendecke
noch etwas Hafer und trockenes Stroh
Das braucht ein Pferd und macht es froh
Und die Moral von dem Gedicht
Vergesst im Winter die Tiere nicht

Autor: Leo Houben Nohra

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen
Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
Mit rotgefrorenem Näschen.

Die kleinen Hände taten ihm weh,
Denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
Schleppte und polterte hinter ihm her.
Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack-
Denkt ihr, er wäre offen, der Sack?

Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss was schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!

Autor: Anna Ritter

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