lustige Weihnachtsgedichte
Weihnachten, das Fest der Liebe, Zuversicht und Freundschaft. Doch auch die Fröhlichkeit darf an einem solchen Fest nicht fehlen. Echte Verbundenheit zwischen Menschen zeigt sich durch gemeinsames Lachen. Und gerade an Weihnachten, dem größten Fest der Christen, darf neben Besinnlichkeit die Heiterkeit nicht fehlen.
Auf unserer Seite finden sich zahlreiche lustige Weihnachtsgedichte, die alleine gelesen genauso viel Freude machen, wie wenn man sie im Familien- oder Freundeskreis vorträgt. Sie eignen sich für Kinder und Erwachsene gleichermaßen und versprühen Frohsinn, ohne dabei die guten Sitten zu verletzen oder gar anstößig zu sein.
Verschönern auch Sie das Fest der Liebe mit frohem Gelächter. Etliche Gedichte stehen zur Auswahl und ganz sicher ist auch eines dabei, das Sie persönlich anspricht. Klicken Sie einfach auf einen der Titel in der Liste unten und lassen sich das gleichnamige Gedicht anzeigen. Ganz sicher finden auch Sie ein Gedicht, das Sie strahlen oder schmunzeln lässt. Probieren Sie es aus!
Diese Sammlung bietet Ihnen nicht nur lustige Weihnachtsgedichte, sondern auch fundierte Hintergrundinformationen, praktische Vortragstipps und die Sicherheit, für jeden Anlass das passende humorvolle Gedicht zu finden - von harmlos-niedlich bis clever-satirisch. Lachen Sie mit uns durch die Weihnachtszeit!
Inhaltsverzeichnis
- Liste: Lustige Weihnachtsgedichte
- Was macht ein Weihnachtsgedicht lustig ohne peinlich zu werden?
- Die verschiedenen Humor-Typen: Welches lustige Gedicht passt zu welchem Anlass?
- Wann und wo lustige Weihnachtsgedichte richtig eingesetzt werden
- Vortragstipps: So bringen Sie lustige Gedichte zum Funkeln
- Fehler vermeiden: Was lustige Weihnachtsgedichte schnell peinlich macht
- Lustige Weihnachtsgedichte für verschiedene Altersgruppen
- Die Psychologie des Weihnachtshumors: Warum Lachen so wichtig ist
- Historischer Hintergrund: Lustige Weihnachtsgedichte in der deutschen Literatur
- Profi-Tipp: Lustige Gedichte mit Musik kombinieren

1. Liste: Lustige Weihnachtsgedichte
Klicke Dich durch unsere lustigen Weihnachtsgedichte. Los geht's!
Weihnachten fällt aus
Denkt Euch, ich habe das Christkind gesehen,Autor: Dirk Lehnhoff
ich hab's überfahren, es war ein Versehen.
Ich hatte gerade die Äuglein zu,
ich träumte beim Fahren in himmlischer Ruh.
Das Christkind hat in dieser heiligen Nacht
Bekanntschaft mit meinem Kühler gemacht.
Später sah ich auch noch den Weihnachtsmann,
er feuerte grad' seine Renntiere an.
Ich überholte den langsamen Wicht,
doch sah ich den Gegenverkehr dabei nicht.
Ich wich noch aus, doch leider nicht Santa,
ein kurzes Rumsen und er klebte am Manta.
Am Ende sah ich auch den Nikolaus,
er stürmte gerade aus dem Freudenhaus.
Er kam ganz hektisch über die Kreuzung gelaufen,
wollt am Automaten neue Präser sich kaufen.
Mein Auto und mich hat er wohl nicht gesehen,
jedenfalls blieben von ihm nur die Stiefel stehen.
So ist die Moral von dem Gedicht,
Fahr zu schnell Dein Auto nicht.
Denn als ich zuhause war, da musste ich heulen,
mein schöner Wagen, der hatte drei Beulen,
vom Christkind, vom Niklas und vom Santa Claus,
ja, dieses Jahr fällt Weihnachten dann wohl aus!
Hell erleuchtet sind die Gassen
Hell erleuchtet sind die Gassen,Autor: unbekannt
still und ruhsam liegt der See,
auf der tiefverschneiten Strasse,
liegt n tot gefahrn'es Reh.
Weihnachten ist angekommen,
alle Kinder freun sich doll,
Mama ist grad hingefallen,
und Papa ist schon wieder voll.
Hell erleuchtet steht der CHristbaum,
denn grad fängt er zu brennen an.
Wer klopft da denn an das Tore?
Ist das wohl der Weihnachtsmann?
Doch es sind nur die Verwandten,
die da klopften an die Türe,
Omas, Opas, Onkels, Tanten,
die ollen Feiertagsgeschwüre.
Da kommt Knecht Ruprecht mit dem Schlitten,
knallt voll in Papas Manta rein.
Der sagt: "Warts ab, du hast gelitten,
dir schlag ich nun die Fresse ein!"
Alle Kinder sind am flennen,
in der Ferne kommt die Polizei,
der Christbaum ist immer noch am brennen,
und Heilig Abend ist vorbei.
Der Weihnachtsmann
Es war einmal ein Weihnachtsmann,Autor: unbekannt
der hatte Ren und Schlitten,
doch sah ich ihn gar irgendwann,
da kam er nur geritten.
Da fragte ich den Weihnachtsmann,
wer ihm den Schlitten nahm,
da nahm er fast schon Haltung an
und sprach wie ´s dazu kam.
Ich bin nun schon der Weihnachtsmann,
seit vielen hundert Jahren,
hielt niemals an den Kneipen an,
bin stets vorbei gefahren.
Nur heute bin ich Weihnachtsmann,
einmal schwach gewesen,
erlag dem warmen Kneipenbann,
ich wollt nur einen Heben.
Traurig sprach der Weihnachtsmann,
es waren dann wohl mehr,
ich war dann mit dem Zahlen dran,
doch war der Sack schon leer.
Nun, mein lieber Weihnachtsmann,
sprach der Wirt zu mir,
dann bleibt von deinem Rehngespann
der tolle Schlitten hier.
Jetzt reit ich armer Weihnachtsmann,
hinauf zum Himmelszelt
und hol, damit ich zahlen kann
noch einen Säckel Geld.
Da ritt der arme Weihnachtsmann,
die Weihnacht fiel heut aus,
bevor sie überhaupt begann,
so ging ich schnell nach Haus.
Weihnachtsgedicht
Jedes Jahr zur WeihnachtszeitAutor: unbekannt
es peinlich wird für viele Leit
weil sie nicht wissen - was zu sagen
wenn sie der Weihnachtsmann tut fragen
ob sie denn wüssten ein Gedicht
ein Vers, ein Lied
oder auch nicht
in vielen Fällen muss ich sagen
der Ruprecht hätt' nicht tun soll'n fragen
weil "lieber, guter Weihnachtsmann"
er kennt den Spruch schon viel zu lang
ich hab mir drum was ausgedacht
und hoff' das es euch Freude macht:
Weihnachtsmann, du alter Schwede
halt nicht erst 'ne lange Rede
packe die Geschenke aus
und verlasse unser Haus
Weihnachtmann, ich rate dir
geh' doch einmal zum Barbier
dein Kinn ist dann so glatt wie meins
und alle nennen dich Karl-Heinz
Weihnachtmann, ich rate dir
geh doch einmal zum Barbier
der Wattebausch in dein'm Gesicht
nein, darauf stehn die Frauen nicht
Lieber, guter Weihnachtmann
schaff mir einen Daimler ran
dann bring ich dich damit nach Haus
zur Freude von Frau Nikolaus
Weihnachtsmann, du alter Knilch
schenk mir ein Glas Buttermilch
und noch einen Becher Quark
und so Hunderttausend Mark
Weihnachtsmann, komm her mein Freund
wir basteln uns jetzt einen Joint
den rauchen wir gemeinsam
dann sind wir nicht mehr einsam
Weihnachtsmann, du alter Knacker
schenk mir was und geh vom Acker
Weihnachtsbraten
Die Weihnachtszeit hat ein Geschick,Autor: unbekannt
Sie macht mich jährlich immer dick.
Denn Schoki, Braten und andere Leckereien,
Dank der Familie, lass ich´s nicht sein.
Und ist die Weihnachtszeit dann vorbei,
Hab ich die ganze Rennerei.
Die Pfunde wieder los werden,
Es wird mir wohl den Sommer verderben.
Doch gelernt hab ich wie immer nichts,
Nächstes Jahr ist der selbe Mist.
Weihnachtszeit
Wenn Glöcklein dröhnen, Engel brüllen,Autor: unbekannt
mit Radau die Ohren füllen,
wenn Radau ist überall,
und es mir mit lautem Knall
Flocken auf die Rübe schneit,
heissa dann ist Weihnachtszeit!
Das Christkind beim Finanzamt
Denkt Euch ich habe das Christkind gesehen,Autor: unbekannt
es war beim Finanzamt zu betteln und fleh`n.
Denn das Finanzamt ist gerecht und teuer,
verlangt vom Christkind die Einkommenssteuer.
Das Amt will noch wissen, ob es angehen kann,
dass das Christkind so viel verschenken kann.
Das Finanzamt hat so nicht kapiert,
wo von das Christkind dies finanziert.
Das Christkind rief: "Die Zwerge stellen die Geschenke her",
da wollte das Finanzamt wissen, wo die Lohnsteuer wär..
Für den Wareneinkauf müsste es Quittungen geben,
und die Erlöse wären anzugeben.
"Ich verschenke das Spielzeug an Kinder" wollte das Christkind sich wehren,
dann wäre die Frage der Finanzierung zu klären.
Sollte das Christkind vielleicht Kapitalvermögen haben,
wäre dieses jetzt besser zu sagen.
"Meine Zwerge besorgen die Teile,
und basteln die Geschenke in Eile"
Das Finanzamt fragte wie verwandelt,
ob es sich um innergemeinschaftliches Gewerbe handelt.
Oder kämen die Gelder, das wäre ein besonderer Reiz,
von einem illegalen Spendenkonto aus der Schweiz?
"Ich bin doch das Christkind, ich brauche kein Geld",
Ich beschenke doch die Kinder in der ganzen Welt."
"Aus allen Ländern kommen die Sachen",
mit den wir die Kinder glücklich machen."
Dieses wäre ja wohl nicht geheuer,
denn da fehle ja die Einfuhrumsatzsteuer.
Das Finanzamt von diesen Sachen keine Ahnung,
meinte dies wäre ein Fall für die Steuerfahndung.
Mit diesen Sachen, welch ein Graus,
fällt Weihnachten dieses Jahr wohl aus.
Denn das Finanzamt sieht es so nicht ein,
und entzieht dem Christkind den Gewerbeschein.
Die Weihnachtskatastrophe
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt,Autor: unbekannt
erst war es klein, man sah es kaum
nun brennt der ganze Weihnachtsbaum.
Der Nachbar draußen sieht den Schimmer
und schon brennt drin das ganze Zimmer.
Und statt der zünft` gen Liederstrophe,
geschieht im Haus die Katastrophe.
Die Mutter laut um Hilfe schreit,
doch das Dorf ist tief verschneit,
ein Häslein nur zum Haus hinschaut,
der Weihnachtsabend ist versaut.
Da kommt die Feuerwehr gerannt,
zu löschen diesen Wohnungsbrand.
Den Hamster man vom Boden hebt,
doch er hat es nicht überlebt.
Die Familie, die ist voller Kummer,
da fällt dem Sohne ein die Nummer.
Geschwind er zum Telefon schnellt
und schon mal einen Sarg bestellt.
Der Gabentisch ist nun ganz leer,
die Kinder glotzen blöd umher.
Da lässt der Vater einen krachen,
die Kinder fangen an zu lachen.
So kann man auch mit kleinen Sachen
den Kinderherzen Freude machen.
Furchtbar schlimm
Vater, Vater, der Weihnachtsmann!Autor: Richard Dehmel
Eben hat er ganz laut geblasen,
viel lauter als der Postwagenmann.
Er ist gleich wieder weiter gegangen,
und hat zwei furchtbar lange Nasen,
die waren ganz mit Eis behangen.
Und die eine war wie ein Schornstein,
und die andre ganz klein wie'n Fliegenbein,
darauf ritten lauter, lauter Engelein,
die hielten eine großmächtige Leine,
und seine Stiefel waren wie deine.
Und an der Leine, da ging ein Herr,
ja wirklich, Vater, wie'n alter Bär,
und die Engelein machten hottehott;
ich glaube, das war der liebe Gott.
Denn er brummte furchtbar mit dem Mund
Ganz furchtbar schlimm; ja wirklich! Und -
"Aber Detta, du schwindelst ja,
das sind ja wieder lauter Lügen!"
Na was schad't denn das, Papa?
Das macht mir doch so viel Vergnügen!
"So? - Na ja."
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt
Advent, Advent,Autor: unbekannt
Ein Lichtlein brennt!
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
Dann steht das Christkind vor der Tür.
Und wenn das fünfte Lichtlein brennt,
Dann hast'e Weihnachten verpennt.
Rudolf das Rentier
Rudolf hat ne Rote Nase, einmal im Jahr ist das bei ihm so eine Phase.Autor: Christian Behrendt
Heimlich an dem Glühweinstand hatte Rudolf kräftig voll getankt.
Feuerzangenbowle, Punsch und Glühwein schüttete er sich massig rein.
Zum Nordpol muss er ja noch fliegen, ob wir Weihnachten was kriegen?
Rudolf kommt nun nicht mehr heim, ausnüchtern muss er erst mal fein.
Nüchtern gen Norden ist er geflogen, zum Weihnachtsmann und hatte sich mal kurz verflogen.
Das kommt vom vielen Alkohol, denn Saufen macht die Birne hohl.
Weihnachtsabend
Ich habe den Weihnachtsmann getroffen.Autor: Ute Deisinger
Erst dachte ich, er war besoffen.
Er torkelte durch den weichen Schnee,
dann fiel er hin ohjeminee!
Weihnachtsmann, was machst du nur für Sachen!
Das ist doch wahrlich nicht zum Lachen,
schimpfte die Frau Krause,
die Kinder warten doch zu Hause.
Doch du liegst hier mit den Geschenken!
Ich will gar nicht weiter daran denken,
wie traurig Kinderaugen sind.
Weihnachtsmann, du warst doch auch einmal ein Kind!
Weihnachtszeit im Engelskleid
Wenn - am Christbaum aufgehängt,Autor: Gerwin Degmair
sich ein Engel schon verrenkt,
weil der Kerzen Feuerkreis
ihm versengt den Engels-Steiß,
wenn er laut zum Himmel fleht,
weil sein Haar in Flammen steht,
wenn mit wildem Flügelschlag
runter er vom Christbaum mag
und sich dabei so verheddert,
dass er schier denselben schreddert,
dabei nur noch „Feurio!“ schreit -
dann verkündet Dir dies Leid:
wird’s zu heiß im Engelskleid,
dann ist's höchste Weihnachtszeit!
Lieber guter Weihnachtsmann
Lieber, guter Weihnachtsmann,Autor: Gisbert Zalich
schau mich nicht so böse an,
du weißt es doch, du Obermotz:
Ich war in einem frech wie Rotz!
Das soll ich ändern, sonst gäb's Krach?
Alter, halt' den Ball mal flach
und bring erst Papa auf die Spur -
der ist das Schwein! Wo ist er nur?
Jetzt hol' nicht mit der Rute aus!!
Sonst hol' ich Papas Wumme raus!
Und lass den prallen Sack da stehn!
Doch du, du Penner, du kannst gehn!
Weihnachtszeit
Weihnachtszeit du süßer Traum,Autor: Unbekannt
Ich kotze unterm Weihnachtsbaum.
Die Engelchen nehme ich hart dran,
Und verklopp den Weihnachtsmann.
Dem Christkind gebe ich was zu Saufen,
Tu nackig durch die Kirche laufen.
Dann lausch ich wie der Herrgott spricht,
so was find ich weihnachtlich.
Feuer
Die Lichter leuchten hell.Autor: jaan kolanskiii
Der Tann'baum ist geschmückt.
Nun geht alles recht schnell.
Die Kinder sind entzückt.
Die Kerze fällt vom Baum.
Oje, es brennt das Feuer.
"Frohe Weihnachten" - wohl kaum.
Wenn gleich alles brennt...
Ja, dann wird das wohl teuer.
Christkind
Denkt Euch, ich habe das Christkind gesehen.Autor: Lea Burkhardt
Ich hab's überfahren, es war ein Versehen.
Ich hatte gerade die Äuglein zu,
Ich träumte beim Fahren in himmlischer Ruh
Das Christkind hat in dieser heiligen Nacht Bekanntschaft mit meinem
Kühler gemacht.
Später sah ich auch noch den Weihnachtsmann
Er feuerte grad' seine Renntiere an.
Ich überholte den langsamen Wicht,
Doch sah ich den Gegenverkehr dabei nicht.
Ich wich noch aus, doch leider nicht der Santa,
Ein kurzes Rumsen und er klebte am Manta.
Am Ende sah ich auch den Nikolaus,
Er stürmte gerade aus dem Freudenhaus.
Er kam ganz hektisch über die Kreuzung gelaufen,
Wollt am Automaten neue Präser sich kaufen.
Mein Auto und mich hat er wohl nicht geseh'n,
Jedenfalls blieben von ihm nur die Stiefel steh'n.
So ist die Moral von dem Gedicht,
Fahr zu schnell Dein Auto nicht.
Denn als ich zuhaus war, da mußte ich heulen,
Mein schöner Wagen, der hatte drei Beulen,
Vom Christkind, vom Niklas und vom Santa Claus.
Ja, dieses Jahr fällt Weihnachten dann wohl aus...
Weihnachtsgedicht
Der Weihnachtstisch ist öd und leer.Autor: unbekannt, aber weitergeleitet duch Peter Misol
Die Kinder stehen blöd umher.
Da lässt der Vater einen krachen.
Die Kinder fangen an zu lachen.
Da sieht man schon mit kleinen Sachen,
kann man Beamtenkindern Freude machen.
Das gestohlene Jesuskind
Die schönste Krippe dieser WeltAutor: unbekannt
ist in der Kirche aufgestellt:
Maria, Josef, Ochs und Rind
inmitten drin das Jesuskind.
Kurz nach dem zweiten Weihnachtstag
trifft den Herrn Pfarrer fast der Schlag
wird käsebleich vor großem Schreck
das süße Jesulein ist weg
fort, gestohlen und geraubt
von Kirchenräubern unerlaubt.
Der Messner ist auch sehr entsetzt
weil stark die Heiligkeit verletzt.
Die beiden sorgen sich mit Bange
jetzt dauert es bestimmt nicht lange
bis auch der Josef wird gestohlen
und Gauner die Maria holen.
Und sie beschließen aufzupassen
den Übeltäter frisch zu fassen
der Pfarrer will im Beichtstuhl sitzen
das Brillenglas an schmalen Schlitzen
der Messner beim Altar verkroch
spickt durch ein kleines Astguckloch.
Sie warten ganz mucksmäuschenstill
und wie es Gottes Weisheit will
öffnet sich sacht die Kirchenpfort'
ein kleiner Bub erscheinet dort
schiebt seinen Roller vor sich her
das Jesuskind liegt hinten quer
über dem Schutzblech hängend nur
halb festgemacht mit einer Schnur.
Der Pfarrer eilet flugs geschwind
zum Buben mit dem Jesuskind
was fällt dir ein, hört man ihn fragen
willst du mir gleich die Wahrheit sagen
der Knirps mit seinen blonden Locken
erwidert freiweg unerschrocken,
was man verspricht man halten soll
und er erklärt fast andachtsvoll
ich habe schon vor ein paar Wochen
dem Jesukindlein fest versprochen:
Wenn es am Christtag an mich denkt
mir einen schönen Roller schenkt
darf es zusammen mit mir flitzen
und hinten auf dem Schutzblech sitzen
ich werde nicht vom Roller steigen
dem Jesukindlein alles zeigen
dann kann es Abwechslung bekommen
vom Heugeruch und Überfrommen
Und frische Luft und Spaß juchu
und rote Bäckchen noch dazu.
Plitsche, platsche Weihnachtszeit
Plitsche, platsche WeihnachtszeitAutor: Greta Hennen
Nass überall, bald ist's soweit.
Wir wollen durch die Pfützen hüpfen
in bunte Regenmäntel schlüpfen.
Der gute Wassermann kommt dann
mit wunderschönen Gaben an.
Er gießt aus seinen gold'nen Kannen
uns Wasser in geschmückte Wannen.
Es klärt sich auf zum Wolkenbruch.
Aus Matsch ein Mann ist mein Versuch
Soll der Ersatz für'n Schneemann sein
Ich mische etwas Lehm hinein.
Und auf dem Kopf der Regenhut
steht dem Mann aus Erde richtig gut.
Es lässt sich auch ein Adler machen,
im Schlamm sehr gut, da wirst du lachen.
Und dann versuchen wir beim Rodeln
vom nassen Hang ein frohes Jodeln
Das wird ein neuer Spaß uns sein
und fröhlich stimmen alle ein:
Plitsche, platsche Weihnachtszeit
Nass überall, bald ist's soweit.
Keine Flocken
Es ist Weihnachtszeit, Geschäfte lockenAutor: Greta Hennen
doch nur vom Himmel fallen Flocken
und die Musik beginnt zu rocken
Jawohl, da ist man von den Socken
Beginnst die Wünsche abzublocken.
denn es hilft da auch kein Zocken
Im Portemonnaie da fehlen Flocken,
doch überall erklingen Glocken.
Die Kinder in der Stube hocken
Das Wetter wird auch nicht mehr trocken
Und Mutter kriegt beinahe Pocken
weil ihre Kleinen gründlich bocken
Dort in der Suppe schwimmen Nocken
Nicht nur der Hund hofft auf 'nen Brocken
Lässt sich von einem Knochen locken
Dem Vater schenkt man wieder Socken
Es ist Weihnachtszeit, Geschäfte locken
Im Portemonnaie da fehlen Flocken
Das Giro Konto wird auch bocken
Da bleibt gewiss kein Auge trocken.
Hoppala
Wer trat mir denn da auf den Bart,Autor: Jürg Christka
so flegelhaft und äußerst hart,
der soll von meinen Gaben -
partout so gar nichts haben.
Wenn ich das selbst nun doch gewesen,
so freß ich meinen Rutenbesen,
daß mich vom Glühwein-Alkohol,
die Frau mich und der Teufel hol.
Oh du schöne Weihnachtszeit
Es begann vor vier Wochen am ersten Advent,Autor: Gerd Ludwig
alle hatten an dem Sonntag etwas länger gepennt,
da hatte ich eine tolle Idee,
wir besuchen den Weihnachtsmarkt, es liegt zwar kein Schnee,
draußen sind´ ca. fünfzehn Grad
da brauchst du kein Schlitten, kannst fahr´n mit dem Rad.
Wir haben zum Mittag extra nicht gegessen,
dort konnte man lecker Bratwurst essen
Die Auswahl war groß, der Geldbeutel klein,
es muss aber nicht immer teuer sein,
es soll nur ein wenig Freude machen,
wie schön ist es doch, wenn Kinder lachen.
Es gab kandierte Äpfel, Mandeln, Nüsse, Zuckerwatte,
man gut, dass ich genug Geld mithatte.
Für die Enkel tue ich das gern,
wie sagt man immer, raue Schale, weicher Kern.
Der Weihnachtsmarkt war wunderschön bunt,
im Kinderkarussell und auch sonst ging es rund.
Für mich war das so richtig nischt,
ich hätte lieber ´ n paar Bier und nen ,, Fuchs " gezischt.
Aus weiser Voraussicht habe ich auf dem Markt,
die Fahrräder neben dem Bierstand geparkt.
Meine Frau sagte dann zu mir, kommt gar nicht in Frage,
du kannst mal aussetzen mit Saufen für´n paar Tage,
Ich fand die Idee nicht so prima,
aber was tut man nicht alles, für ein gutes Klima.
Den Baum auf dem Markt fanden alle bewegend,
er leuchtete herrlich aus diese Gegend.
Sie ist schon schön diese Weihnachtszeit,
schade nur, es hatte noch nicht geschneit.
Ich hätte mich gefreut auf eine weiße Schicht,
dann sieht man mal den grauen Alltag nicht.
Die Vorweihnachtszeit vergeht wie im Flug,
man bekommt von ihr einfach nicht genug.
Früher sind wir mit dem Trabi in den Wald gejagt,
hatten vorher höflich den Förster gefragt,
sag mal, wo steht denn hier ein schöner Baum,
er fand ihn auch gleich, man glaubt es kaum.
Der kannte sich aus in seinem Wald,
hatte dort sicher mal öfter geknallt.
Mit seinem Gewehr hat er das gemacht,
was habt ihr denn sonst so gedacht,
Heute ist das alles nicht so stressig,
fährst auf den Baumarkt, unheimlich lässig,
wenn du es machen willst exakt und genau,
dann nimmst du mit, deine liebe Frau.
Denn vor einem Jahr hat sie sich die Haare gerauft,
sie fragte, wo hast du diesen Besenstiel gekauft?
Seitdem sucht sie sich den Weihnachtsbaum selber aus,
dann gibt es wenigsten keinen Streit im Haus.
Den Baum aufzustellen ist dann meine Pflicht,
ein anderer kann, oder will es nicht.
Ein Tag vor Heiligabend ging es dann ran,
ich spitzte den Baum dann unten an,
eine weitere Spitze brauchte er keine,
denn oben hatte er ja schon eine.
Ab in den Ständer, ja das geht,
nochmal nachgeschaut, ob er auch richtig steht.
Die Frau sagte dann, jetzt steht er richtig,
ich glaubte ihr, denn ihre Meinung ist wichtig.
Man weiß genau, dass es sehr schlecht geht,
wenn so ein Ding nicht richtig steht.
Dann wurde der Weihnachtsbaum geschmückt,
habe ich mich immer gern vor gedrückt.
Unsere Kinder freuten sich darauf sehr,
das ist aber schon etwas länger her.
Zum Schluss kam an den Baum eine Lichterkette,
im Raum stand dann wie immer die Wette,
brennt denn heute mal das Licht,
oder brennt es wie immer, nicht.
Man begann dann vorher schon zu scherzen,
wo ist denn nur der Ersatz von den Kerzen.
Eine Frage die dann jeden bewegt,
man hatte sie schließlich gut weggelegt.
Und siehe da, man glaubt es kaum,
die Lichter brannten alle an dem Baum.
So wurde die Frage die jeden bewegt,
erst mal auf´s nächste Jahr verlegt.
Der Baum war gerade, nicht ein bisschen krumm,
insgesamt fiel er nur dreimal um,
wir haben ihn dann wieder schnell bestückt,
er sah jedesmal anders aus,
als wir ihn neu geschmückt.
Dann hatten wir die Lösung gefunden,
wir haben ihn mit nem Strick an die Decke gebunden.
Nun stand er da in voller Pracht,
es war bereits dunkel, aber noch nicht Nacht-
Im Schrank wurde noch mal nachgeschaut,
ob alle Geschenke auch gut verstaut.
Dann haben wir uns mit ruhigem Gewissen,
in die kuscheligen Betten geschmissen.
In der Nacht fuhr ich in die Stadt wie besessen,
ich hatte noch viele Geschenke vergessen.
Im Kaufhaus stand ein großer Mann,
der hatte einen roten Mantel an,
er fragte mich ob ich auch artig war,
ich sagte natürlich, das ganze Jahr.
Er führte mich zu einem großen Baum,
der war bestimmt zehn Meter hoch im Raum.
Hier sind viele Geschenke, du brauchst kein Geld,
hier kannst du dir nehmen, was dir gefällt.
Überall Geschenke, unter´m Baum, an den Zweigen,
man brauchte nur mit dem Finger darauf zu zeigen,
schon lagen sie eingewickelt in Papier, neben dir.
Gutscheine waren auch unter den Geschenken,
alles was man sich konnte denken.
Auf dem einen stand geschrieben, das ewige Leben,
ich dachte nur, das kann´s doch nicht geben,
jetzt ziehst du so lange an dem Ast,
bis du den Schein in den Händen hast.
Ich wollte den Schein haben und zog und zog,
der ganze Baum sich schon mächtig bog,
auf einmal fiel er um der Baum,
und ich wachte auf aus meinem Traum.
Nun war er endlich da,
der Tag der Bescherung, in diesem Jahr.
Zum Mittag lag auf unser´m Tisch,
wie jedes Jahr ein toller Fisch.
Es war ein Karpfen, so ca. vier Pfund,
den schoben wir dann mit Genuss in den Mund.
Er wurde in der Röhre gebraten,
nach einer Stunde war er prima geraten.
Dazu gab´s Kartoffeln und Äpfel gerieben,
darunter konnte man Meerrettich schieben,
das war nämlich unser spezieller Trick,
das gab der Mahlzeit den gewissen Kick.
Das Rezept hatten wir von Oma erworben,
die war aber inzwischen leider schon gestorben,
sie schaute sicherlich runter von einem Stern,
sie mochte Karpfen auch unheimlich gern.
Nachdem der Tisch von den Resten geräumt,
wurde auf dem Sofa noch ne Stunde geträumt.
Die Enkelkinder hielten wir noch ein bisschen hin,
der Weihnachtsmann ist noch in der Stube drin.
So gegen 17.00 Uhr war es dann so weit,
für Geschenke wurde es dann höchste Zeit.
Die Türe auf und alle rein,
der Baum hatte einen bunten Schein
und drunter lagen die ganzen Gaben,
ob sie auch für mich eine haben?
Ich war ja artig, das hatte ich ihm schon mal gesagt,
als er mich im Traum gefragt.
Meine Frau die wusste dann,
wo das Geschenk lag für mich, vom Weihnachtsmann.
Ich machte das Päckchen auf und siehe da,
genau dasselbe wie im letzten Jahr.
Ein buntes Hemd, fünf Paar Socken,
ne Flasche Wein, wie immer trocken
und ich dachte so bei mir dann,
ein gutes Gedächtnis hat der alte Mann
Ich weiß manchmal nicht, was vor drei Tagen war
und der wusste noch alles vom letzten Jahr.
Ein zartes Lächeln traf meine Frau,
dass sie der ,, Mann " war, wusste ich genau.
Dann gab ich ihr mein Geschenk mit leichtem Grienen,
es war wie jedes Jahr, eine Schachtel Pralinen.
Am Abend gab´s für alle noch ein Gläschen Sekt,
der war nicht trocken, der hat geschmeckt.
Es gab dann noch zwei Weihnachtstage,
die waren besinnlich, keine Frage.
Allen eine schöne Weihnachtszeit.
Weihnachten
Zu Weihnachten, da sitzen wirAutor: Unbekannt
vorm Fernseher und trinken Bier.
Mama ist als erste blau
und kotzt schon vor der Tagesschau.
Dann tragen wir die Tante raus,
sie hält den Knabenchor nicht aus.
Und sofort nach Filmbeginn
schlägt längelang der Onkel hin.
Wenn dann sie Spannung langsam steigt,,
Auch Papa sich zur Seite neigt.
Sein Kopf ruht auf dem Schlummerkissen,
da will's auch Vetter Alfred wissen.
Er sagt noch einmal "Frohes Fe..."
und fällt dann dumpf vom Kanapee.
Die Kinder aber freuen sich
und rufen : "Jetzt wird's weihnachtlich!
Nun herrschet Friede hier im Haus.
Los Oma, hol die Schnäpse raus!"
Weihnachtsmaus
Wo ist sie denn, die Weihnachtsmaus?Autor: Monika Müller
huscht ganz geschwind von Haus zu Haus.
Nascht hier und da von dem Gebäck
und schaut man hin, dann ist sie weg.
Schon seltsam mit der Weihnachtsmaus,
man sieht sie nicht tagein, tagaus.
Doch geht es dann auf Weihnacht zu,
lässt sie die Plätzchen nicht in Ruh‘.
Der Schwund ist groß, das kann man sagen,
und hört die Bäckerinnen klagen.
Und selbst die Miez‘ liegt auf der Lauer
ist danach aber auch nicht schlauer.
So ist’s schon immer, Jahr für Jahr,
und eines ist ganz sonnenklar:
Wenn’s Weihnacht wird bei uns Zuhaus,
dann ist sie da, die Weihnachtsmaus!
Weihnacht im Schlaraffenland
Wie man weiß, sind die Schlaraffen,Autor: Sigrid Häse
sämtlich alle faule Affen,
die nur schlafen, oder essen,
und das arbeiten vergessen.
So kommt es dann, dass immer wieder,
an ihren Hemden oder Mieder,
Knöpfe oder Nähte platzen,
weil diese ja noch nicht mitwachsen.
Weihnacht ist in diesem Land,
nur als Fitnesszeit bekannt.
Die Schlaraffen kommen in Schwung,
regen sich mit Begeisterung,
wenn bei uns die Leute prassen,
sieht man sie Hanteln anfassen,
und stemmen, bis die Schweißperlen rinnen,
oder sich am Laufband trimmen,
sogar mit bunten Hula-Reifen,
ihre runden Hüften kreisen.
Ähnelten sie Männchen Michelin,
sieht man jetzt die Pfunde fliehn,
auf Aerobic-Steppern sich bewegen,
die vordem ach so trägen,
Schlaraffen an den Weihnachtstagen,
bevor auf Sandsäcke sie einschlagen.
Die Pfunde schmelzen weiter hin,
vom Hüftgold bis zum Doppelkinn,
langsam zwingen sie die Natur,
zeigen so etwas, wie Figur.
Mit Klimmzügen und mit Trampolin,
sieht man sie weiter sich abmühn.
Die Kondition, sie kommt zurück,
und ihr Kreislauf ist entzückt.
Dann treten sie zum Wettkampf an,
jeder zeigt, was er so kann,
die "wilde 13! aus Lummerland,
wird als Schiedsrichter anerkannt.
Alle vorherigen Zwölfen,
sind jetzt gebaut, wie schlanke Elfen!
Nach drei Tagen Weihnachtssport,
sind alle Fettreserven fort,
sie sehen aus, wie Top-Modelle -
und fallen um, auf der Stelle,
wo sie sich faul dann hinlegen
und ihren Muskelkater pflegen.
Das weitere Jahr vergeht mit essen,
der Weihnachtsstress ist bald vergessen,
doch das Spiel beginnt von neuem,
wenn wir auf Weihnachten uns freuen!
Das Weihnachtsalphabet für Erwachsene
A - wie alle Jahre wieder,Autor: Sigrid Häse
fährt der Schreck ihm in die Glieder,
er muss noch das Geschenk besorgen,
und Heilig Abend ist schon morgen!
So geht er auf Ideensuche,
an eine B - wie Bratwurstbude.
Dort trifft er Rüdiger und Tim,
C - wie Currywurst im Sinn.
Zusammen sie den Stress verfluchen,
alle sind am Geschenke suchen,
zusammen essen sie eine Wurst,
kriegen danach D - wie Durst.
Werden E - zum eiligen Genie,
in der schottischen Drogerie.
F - das Fest, ist jetzt im Sack,
auf zum Punschstand geht's, zack, zack!
Dort wartet auf sie G - wie Grog,
überall schallt Jingle Rock.
H - wie happy sieht man sie stehn,
Männerweihnacht ist so schön!
Ihre I - Idee zum Weihnachtsfest,
finden sie wirklich allerbest.
Bis sie J - Jöööörg ausrufen,
und den Übelkübel buchen.
Das Currywurst- und Groggemisch,
sieht alles andere aus, als frisch.
Grün um die Nase geht's nach Haus,
der K - wie Kater springt gleich raus!
Mit L - wie Lebkuchenherz für ihre Schönen,
wollen sie diese gleich versöhnen.
Dann trinken sie M - wie Magenbitter,
das schützt das Innere vor Gewitter.
Am nächsten Tag hört er sie tadeln:
Der Baum verliert N - alle Nadeln!
Im O - wie Ofen schmort die Gans,
der Baum erstrahlt im Lichterglanz,
so setzt er P - den Punsch gleich an,
und schmeckt ihn ab, weil er das kann.
Da dringen plötzlich aus der Küche,
ganz schlimme Q - wie Qualmgerüche!
R - der Rauchmelder jault gleich auf -
wie ging bloß dieses Ding noch aus?
Die Gans ist mehr als gut geraten,
verkohlt ist jetzt der schöne Braten.
Bescherung kommt gleich nach dem Streß,
sein Schätzchen schenkt ihm SOS,
Socken, Oberhemd und Schlips -
Gott sei Dank hat er nene Schwips!
Er hätte gern Sex, Drugs und Rock n Roll,
das fände er Weihnacht T - wie toll!
Trotz U - wie Unfall im Küchenbereich,
essen sie V - den verkohlten Braten gleich.
Der W- Weihnachtsbaum ist fast nackt,
die Geschenke sind ausgepackt,
er ist triple - X -tra breit,
was sie Yedes Yahr verzeiht.
Z - zu Bett sie drum gleich gehen,
Mann, war Weihnacht wieder schön!
Es Weihnachtet sehr
Advent, Advent ein Lichtlein brenntAutor: Norbert
plötzlich nicht nur die Kerzen brennen
es ist wahr, man glaubt es kaum
es brennt der ganze Weihnachtsbaum.
Draußen vom Walde kam er her
so grün und prächtig, gefiel uns sehr.
Bunt geschmückt und im Lichterrausch
strahlte er im ganzen Haus.
Wie konnte es geschehen, dass er fing zu brennen an?
Rocky, der Hund der nicht reden kann,
war dabei, er hat`s gesehen.
Er bellte laut und ergriff die Fluch,
auf der Diele er das Weite sucht.
Knecht Ruprecht und Santa Claus
brachten Gaben hier ins Haus.
Santa Claus total bezecht, suchte halt am Weihnachtsbaum.
Frohe Weihnacht, aus der Traum.
Das geschmückte Zimmer nun schwarz und voller Rauch
Sankt Niklas und Knecht Ruprecht sind es auch,
packen panisch die verbrannten Gaben ein.
Was für ein Weihnachtsfest, dass kann doch wohl nicht sein!
St. Niklas hackevoll, im Schlitten auf den Sozius krachte,
Knecht Ruprecht, das Ren Gespann geschwind nach Hause brachte.
Weihnachtszeit - Speisezeit
WeihnachtsgebäckAutor: Jens Eyssen
Weihnachtsspeck
Weihnachtsgans
Hüftgoldglanz
und mit jedem Löffel vom Dessert
glänzt eine Unze mehr
Was ich jetzt nur schwer ertrage,
dass ist ein Blick auf die Waage
- oh mein Gott, ohne Worte
und am 1. gibt's die Weihnachtstorte
und Hähnchen mit Kroketten,
kein Vorsatz ist jetzt mehr zu retten.
Am Abend hat man dann die Wahl,
nehm ich Forelle oder lieber Aal
und von der Platte mit Wurst und Käse,
wie unterdück ich jetzt bloß mein Gebläse.
Schnell macht sich dieser Duft dann breit,
ich öffne das Fenster und schau ob's schneit.
Doch es ist kein Schnee in Sicht,
am 2. ist die letzte Schicht.
und weiter geht's mit großer Lust,
zu Mittag gibt es Entenbrust.
Später dann Kuchen, Sahne zum Kaffee
und plötzlich fällt der erste Schnee.
Tropft dann letzte Kerzenwachs,
gibt es am Abend Räucherlachs.
Zum Abschluss noch die Festtagsbowle,
langsam heb ich meine Sohle
und zieh genüsslich Resümee-
das Essen war gut und es liegt Schnee.
Nach einer wahren Begebenheit
Kurz vor dem großen Feste,Autor: Christa Magdalena Fischer
gibt Mutter noch einmal das Beste,
zum Kaffee kommen Tante Anna und Onkel Toni
zu Schokokuchen und Makroni
bei Liedern und Kerzenschein,
das wird lustig, das wird fein.
Doch mitten in Tonis Scherze,
fällt um die 4. Kerze:
Advent, Advent, das Tischtuch brennt!
Der Alte schüttet den Kaffee aus,
die Mutter schreit, es ist ein Graus.
Die Tante lässt frische Luft hinein,
danach wollen sie und ihr Toni heim.
Die Mutter braucht jetzt einen Likör:
"Wenn dat jetz scheef jejange wör!"
Der Vater seufzt, das Kind es lacht,
das hat der Alte gut gemacht.
Danach, ich sag's nicht nur im Gedichte,
gab es bei uns nur noch künstliche Lichte!
Das wahre Sein vom Christkind
Hört nur, ich hab das Christkind gesehen,Autor: moskito77
es kam aus der Kneipe,
konnte kaum noch stehn.
Es wankte hin zum Tannenwald,
es hatte den Arschvoll "HANNEN-ALT"
Es war total besoffen,
braucht deswegen auf Geschenke nicht zu hoffen.
Und die Moral von der Geschicht´
Trau´niemals einen Christkind nicht.
Weihnachts-mann oder -frau?
Warum heisst es immer Weihnachts-mann?Autor: Stock Renée
Hörte es sich denn nicht schöner an
wenn es hiesse Weihnachts-frau?
Nun ja, ich weiss es nicht genau.
Da gibt's ja auch noch eine Rute.
Und, wie ich schon sehr vermute,
ist auch ein Sack mit in diesem Spiel.
Ausserdem sagt mir mein Gefühl,
Frau mit Rauschebart, das ist nicht schön,
und nebenbei auch schrecklich unbequem.
All diese Attribute sind doch sehr männlich
und uns Frauen gar nicht ähnlich.
Soll der Weihnachts-MANN sich damit schmücken,
wir FRAUEN lass uns mit Geschenken beglücken.
Germanys next Weihnachtsplätzchen
Der Contest, der kommt jedes Jahr,Autor: Monika Müller
das ist uns ja schon lange klar.
Das "Plätzchenbacken" fängt gleich an
jetzt müssen alle wieder ran.
Butter, Mehl und viele Nüsse
braucht man schon für die Genüsse.
Quitte, Himbeer , Marzipan,
ja, das macht uns alle an!
Zutaten, sehr fein und edel
sind der Bäckerinnen Regel.
Heut‘ wird auch nicht daran gedacht,
was das Kalorienzählen macht.
Große Schüssel und ein Mixer,
so geht natürlich alles fixer.
Man temperiert, verflüssigt oder kühlt,
und prüft, ob der Teig sich gut anfühlt.
Den Teigkloß hin und her gebalgt,
jetzt Wellholz her und ausgewalkt.
Aus Teig mit Nuss- und Mandelkern,
wird Engel, Schneemann oder Stern.
Ein kleiner Rest, der übrigbleibt,
der wird nicht einfach einverleibt.
Da geht noch was, das muss noch sein,
und sind die Plätzchen noch so klein.
Die Basis wäre jetzt geschaffen,
doch darf man nun noch nicht erschlaffen.
Das Backrohr schluckt die Köstlichkeit,
in 10 Minuten ist’s soweit!
Goldgebacken, schön in Form,
so entspricht’s der Weihnachtsnorm.
Dann runter von dem heißen Blech.
Zu dunkel schon? Das war dann Pech!
Jetzt kommt’s auf’s Dekorieren an,
da darf man zeigen, was man kann.
Nougat, Schoko, Zuckerperlen,
Rosinen bei den Stuten-Kerlen.
Bunte Streusel, Kokos-Flocken,
so kann man jedes Plätzchen toppen.
Zuckerguss in gold und bunt,
das Wasser läuft da schon im Mund.
Ob hell, ob dunkel, kann‘s kaum fassen,
die Finger muss ich davon lassen!
Denn jetzt geht das Verteilen los,
für jeden eine kleine Dos‘.
Neffen, Nichten, Onkel, Tanten
und die ganzen Anverwandten
warten nun schon fast ein Jahr
auf die neue Plätzchen-Schar.
Jeder will was davon haben
von den Weihnachts-Zucker-Gaben.
Kommt dann noch die "Weihnachtsmaus",
ist’s mit dem Vorrat ganz schnell aus.
Lasst’s euch schmecken, liebe Leute,
seid glücklich mit der Weihnachtsbeute!
Denkt nicht an "Hüftgold" und die "Waage",
Weihnachten ist nicht alle Tage!
Die Weihnachtsgans
Ich weiß noch nicht, ich weiß noch nichtAutor: Unbekannt
wer uns're fette Gans absticht.
Wir wollten sie doch schlachten
zwei Wochen vor Weihnachten.
Der Vater sagt: "Ich hab nicht Zeit."
Die Mutter seufzt :"Mir tut sie leid."
Die Kinder jammern sehr und schrein:
"Lasst doch die Gans am Leben sein."
Die Köchin aber 's Messer wetzt.
"Die Gans, die Schlachten wir gleich jetzt.
Ich hab des Fuchses Spur geseh'n
im Schnee um's Gänseställchen gehen.
Wenn wir nicht schneller sind als er,
ist morgen früh das Häuschen leer.
Drum wollen wir sie noch heute schlachten.
Drei Wochen vor Weihnachten."
Gedanken eines Weihnachtsmannes
Kalt ist es draußen im dichten Tann.Autor: Carlos Lippmann
Drum habe ich einen dicken Mantel an.
Leichter hat es Dachs und Reh
beim pieseln in den weißen Schnee.
Bei meiner Arbeit, und das tut Not,
gibt es nämlich ein Trinkverbot.
Vom Walde draußen da komme ich her.
Ich muß euch sagen es weihnachtet sehr!
Und überall unter den Tannenspitzen
sah ich Leute vom Glühwein schwitzen.
Und vom Markt hör ich den Besofffenen-Chor,
die singen vom Fußball und manchem Tor!
Wo sind wir nur hingeraten in dieser lausigen Zeit!
Selbst bei mir macht sich der Sparzwang breit!
Und lässt sich doch auf bessere Zeiten hoffen,
mit dem Wissen, die Politiker war´n schon immer besoffen!
Durch die Vorbildwirkung tun wir´s denen doch gleich
Und feiern mit Freunden durch Sondervermögen reich!
Drum ändere was sich durch euch ändern lässt!
Ich wünsch euch ein frohes Weihnachtsfest!
Die Sündenmeile
Grad von der Sündenmeile komm ich her,Autor: Joel Brandenburg
ich muss euch sagen es weihnachtet sehr.
Und rote Lichtlein zündet man an,
damit man die Hausnummer finden kann.
Und als ich da stand so mit Christbaum und Ständer,
da rief eine Biene herab vom Geländer:
Knecht Ruprecht, komm her zu mir heuer,
hier kannste auch ohne die Mehrwertsteuer!
Und meine Rute, die liebt sie so sehr,
welche mit Nusswerk behangen so schwer.
Doch jetzt ist meine Rute leer,
ich wollt euch nur sagen, es weihnachtet sehr!
Weihnachtsproblem
Was ist, wenn der Weihnachtsmann -Autor: Frank Wyzujak
trotz viel Erfahrung aus den Jahr‘n -
mal nicht mehr inne halten kann -
und tut, was wir noch niemals sah‘n?
Rudolph wird schlicht angehalten,
auf ‘ner Wolke, die recht fest –
Lässt er nun die Dinge walten -
und hält den Pipimann ganz fest.
Weil es kalt ist, geht‘s ganz schnell,
Zum zielen bleibt da keine Zeit.
Dann schnell zurück ins warme Fell
und ins warme Weihnachtskleid.
Wundern sollte es Euch nicht,
wenn gelb der Schnee in diesem Jahr –
auch, wenn ihr nicht darauf erpicht –
doch vielleicht auch Rudoph‘s war?
Drum merkt es Euch ihr sollt nicht lecken
Schnee der gelb vom Himmel fällt
und sollte er auch ganz doll schmecken – er segnet besser unsre Welt!
Weihnachtswetter
Nun ist es wieder Weihnachtszeit.Autor: Frank Wyzujak
Die Sterne funkeln weit und breit.
Nur sehen tuen wir sie nicht.
Verhangen ist uns schlicht die Sicht.
Wie wär es schön zwischen den Flocken,
wenn wir in der Stube hocken -
ein Sternlein blinkend zu erhaschen –
Während wir vom Stollen naschen…
Doch trüb ist wiedermal der Himmel –
Höchstens etwas Regenwimmel…
Gibt die Sicht nicht wirklich frei -
auf die Weihnachtsglitzerei.
Nun dann wird`s nicht anders gehen,
müssen die Sterne anders sehen…
Ein Likör der muss es bringen -
bis ich hör die Englein singen.
Es glitzert hell in meiner Stirn.
Das Singen geht mir auf den Zwirn…
Ich will nur noch ins warme Bett
Weihnacht` war doch wieder nett…
Weihnachten hinterm Deich
Im Norden wachsen wenig Berge,Autor: Frank Wyzujak
sodass das Schlittenfahr‘n ist kurz -
Doch für wirklich kleine Zwerge
ist das eigentlich doch schnurz!
Schlittschuhlaufen das wird geh‘n -
wenn die Teiche sind vereist.
Sind erfrohr‘n sodann die Zehen –
sind alle Stuben wohl verwaist.
Und ein Glühwein, der geht immer –
oder auch ein Kinderpunsch!
Kalte Hände gibt’s dann nimmer –
Zumindest wäre das ein Wunsch!
Alle Mühlen stehen still –
weil da nichts zu mahlen ist.
Leider auch so mancher Grill,
Bis es wieder Sommer ist.
Ein altes Buch mit Flecken drauf
Ein altes Buch mit Flecken draufAutor: Stefan Urmersbach
liegt auf unsrem Küchentisch
Rezepte sind da drin zuhauf
es sei ein Buch für mich
Meine Frau zeigt’s mir ganz stolz
sie musste es lange suchen
der Einband Leder, der Rücken Holz
voll Rezepte von Keks und Kuchen
Darin was vor ganz langer Zeit
die Oma aufgeschrieben hat
lag in der Küche stets bereit
wenn sie dort dann backen tat
nun soll ich für meine Frau
die leckren Kekse machen
und sie weiß auch ganz genau
ich liebe solche Sachen
doch meine Rezepte sind ordentlich
ausgedruckt und auch foliert
in diesem Buch eher liederlich
mit Tintenkleksen hingekliert
Und ich kann noch dazu sagen
der ganze Text im Büchlein drin
stellte mich vor viele Fragen
er war geschrieben in Sütterlin
Zwei Tage habe ich gebraucht
dank Internet kann ich’s nun verstehn
mein Kopf der hat ganz schön geraucht
nun kann ich an die Arbeit geh’n
Erst einmal zwei Tassen Schmalz
ja, wie soll das denn geh'n
und dann noch zwei Prisen Salz
genauer bitte, das wär schön
Waren Omas Tassen groß oder klein
das findet man hier nirgendwo
so ein Rezept, das ist nicht fein
kein Mann arbeitet wirklich so
Sechs Tassen Mehl, vier Eier rein
das ist schon wieder ungenau
solls Größe M oder L nun sein
typisch Rezept von einer Frau
Fünf Tassen Zucker, oder auch mehr
das ist zur Süße ganz nach Belieben
anders gibt’s das Rezept nicht her
wer hat das nur geschrieben??
ein Nösel Milch, noch nie gehört,
und gute Butter nach Gefühl dosieren
ein Quentschen Zimt, wenn es nicht stört
ein halbes Kännchen Öl einrühren
Mit Buchenholz ist nun der Herd
recht kräftig anzufachen
Ne Gradzahl wär hier nicht verkehrt
wie soll ich das nun machen??
Ein Mann der geht das praktisch an
das geht ganz wunderbar
der schafft einfach die Kekse ran
von ’nem Adventsbasar
Die heimlich dann nach Haus gebracht
in einer Dose bis oben voll
"Die hab ich heut für dich gemacht"
"Oh danke, du bist toll"
(Ge-) Wichtel- Maren
Es war einmal vor vielen Jahren,Autor: Matthias Krimmer
da lebte eine Damen namens Maren.
An einem schönen Wintermorgen,
wollte sie ihr Brot besorgen.
Sie ging zuerst, so wie immer,
vom Bett heraus ins Badezimmer.
Danach ging Sie, wer denkt das nur,
vom Badezimmer in den Flur.
Als sie vor der Haustür war,
glaubt sie nicht, was sie da sah.
Dort saß mit Stolz auf einer Tanne,
ein Wichtelchen vom Weihnachtsmanne.
Als das Wichtelchen sie sah,
fuhr es sich nur kurz durchs Haar
und sagte dann mit festem Blick:
"Liebe Maren, du bist etwas zu dick!
Du hast schon zu viel Brot gegessen
und dabei dein Gewicht vergessen.
Darum schenke ich dir für Herz, Hirn und Bauchspeicheldrüse,
in diesem Jahr einfach Gemüse."
So war die Maren, dem Wichtel sei Dank,
nach kurzer Zeit schon wieder schlank.
2. Was macht ein Weihnachtsgedicht lustig ohne peinlich zu werden?
Humor ist eine Gratwanderung, besonders bei einem Fest, das vielen Menschen heilig ist. Die besten lustigen Weihnachtsgedichte schaffen es, zum Lachen zu bringen, ohne respektlos zu wirken. Hier sind die Erfolgsrezepte:
- Selbstironie statt Spott: Die gelungensten humorvollen Weihnachtsgedichte lachen über menschliche Schwächen, die wir alle kennen - den Weihnachtsstress, die Geschenkepanik, das Zunehmen durch Plätzchen, die chaotische Bescherung. Sie machen sich lustig über Situationen, nicht über Menschen.
- Überzeichnung statt Beleidigung: Lustige Weihnachtsgedichte arbeiten mit Übertreibung. Der Weihnachtsmann hat nicht nur einen dicken Bauch, sondern bleibt im Kamin stecken. Die Plätzchen sind nicht nur lecker, sondern türmen sich meterhoch. Diese Übertreibungen sind harmlos und für jeden nachvollziehbar.
- Wortspiele und Sprachakrobatik: Viele humorvolle Weihnachtsgedichte spielen mit Reimen, Doppeldeutigkeiten oder erfundenen Wörtern. Sie erfreuen durch sprachliche Kreativität, nicht durch derben Witz.
- Unerwartete Wendungen: Ein Gedicht beginnt klassisch besinnlich - und endet mit einer überraschenden Pointe. Diese Brüche erzeugen Lacher, ohne das Fest herabzuwürdigen.
3. Die verschiedenen Humor-Typen: Welches lustige Gedicht passt zu welchem Anlass?
1. Sanft-humorvolle Gedichte (für alle Gelegenheiten)
Diese Gedichte bringen ein mildes Schmunzeln hervor. Sie thematisieren liebevoll die kleinen Unvollkommenheiten des Weihnachtsfests: schiefe Tannenbäume, verbrannte Plätzchen, vergessene Geschenke.
- Geeignet für: Familienfeiern mit allen Generationen, Weihnachtskarten, Firmenfeiern, Grundschulkinder
- Ton: Warmherzig, augenzwinkernd, niemals verletzend
- Beispielthemen: Weihnachtsmann-Abenteuer, chaotische Vorbereitungen, niedliche Missgeschicke
2. Situationskomik und Alltagshumor
Gedichte, die den typischen Weihnachtswahnsinn auf den Punkt bringen: überfüllte Geschäfte, Geschenkestress, Familientreffen mit schwierigen Verwandten, das ewige Dilemma bei der Geschenkauswahl.
- Geeignet für: Erwachsene, Arbeitskollegen, Freunde, die Weihnachtsstress kennen
- Ton: Erkennend, befreiend ("Genau so ist es!"), leicht zynisch aber wohlwollend
- Beispielthemen: Last-Minute-Shopping, Diäten nach Weihnachten, peinliche Weihnachtspullover
3. Sprachspiel-Gedichte und Nonsens
Gedichte, die mit absurden Bildern, Wortneuschöpfungen oder unmöglichen Situationen arbeiten. Hier geht es weniger um Realitätsnähe als um kreative Fantasie.
- Geeignet für: Kinder ab 6 Jahren, Sprachliebhaber, kreative Menschen, Lesungen
- Ton: Verspielt, fantasievoll, manchmal absurd
- Beispielthemen: Sprechende Rentiere, tanzende Lebkuchen, Weihnachtsmann auf Abwegen
4. Parodien klassischer Weihnachtsgedichte
Moderne Umdichtungen bekannter Werke, die mit den Erwartungen brechen. "Knecht Ruprecht" wird zum gestressten Paketboten, "Advent" zum Countdown für Geschenkekäufe.
- Geeignet für: Literaturkundige Erwachsene, Jugendliche ab 14 Jahren, Schulveranstaltungen
- Ton: Satirisch, clever, setzt Bildung voraus
- Achtung: Funktioniert nur, wenn die Zuhörer das Original kennen
5. Kinder-Quatsch-Gedichte
Harmloser Unsinn, der Kinder zum Lachen bringt: Rentiere, die Schluckauf haben, Engel, die sich verheddern, Schneemänner, die Schneeballschlachten machen.
- Geeignet für: Kindergarten- und Grundschulkinder (3-10 Jahre)
- Ton: Albern, niedlich, kindgerecht
- Beispielthemen: Tiere im Weihnachtschaos, lebendige Spielzeuge, magische Missgeschicke
4. Wann und wo lustige Weihnachtsgedichte richtig eingesetzt werden
Perfekt geeignet:
Familienfeiern am 1. oder 2. Weihnachtstag
Heiligabend ist oft noch zu feierlich für ausgelassenen Humor. Am ersten oder zweiten Feiertag, wenn die Familie entspannt beisammensitzt, lockern lustige Gedichte die Atmosphäre auf.
Tipp: Lassen Sie Kinder die Gedichte vortragen - Kinderstimmen verstärken den Charme.
Firmenweihnachtsfeiern und Betriebsfeiern
In beruflichem Kontext sind lustige Gedichte oft willkommener als besinnliche. Sie schaffen lockere Stimmung, ohne zu persönlich zu werden.
Tipp: Wählen Sie Gedichte über Büroalltag-Weihnachtsstress oder Geschenke-Pannen - das kennt jeder.
Adventskalender für Erwachsene
Jeden Tag ein kurzes lustiges Gedicht statt Schokolade - das bringt tägliche Lacher und steigert die Vorfreude auf humorvolle Weise.
Tipp: Kombinieren Sie mit kleinen Aufgaben wie "Heute einen Weihnachtspullover tragen".
Weihnachtskarten für Freunde
Während ernste Gedichte für entfernte Bekannte passen, dürfen es bei guten Freunden ruhig witzige Verse sein.
Tipp: Handschriftlich mit einem persönlichen Nachsatz wie "Musste sofort an dich denken!"
Schulaufführungen und Kindergarten-Feiern
Kinder lieben es, lustige Gedichte vorzutragen, weil sie die Lacher auf ihrer Seite haben. Das stärkt das Selbstbewusstsein.
Tipp: Gedichte mit Bewegungen oder kleinen Requisiten kombinieren (z.B. Weihnachtsmütze, Schelle).
Social Media Posts
Lustige Weihnachtsgedichte funktionieren hervorragend auf Instagram, Facebook oder in WhatsApp-Gruppen. Sie werden gerne geteilt und kommentiert.
Tipp: Nicht mehr als ein Gedicht pro Woche posten, sonst nutzt sich der Effekt ab.
Weniger geeignet:
Heiligabend-Gottesdienste oder religiöse Feiern
In diesem Rahmen wirken lustige Gedichte meist deplatziert. Der Kontext verlangt nach Ernsthaftigkeit.
Bei frisch Trauernden
Auch wenn Humor heilen kann - Menschen in akuter Trauer sind oft nicht bereit für Weihnachtswitze. Feingefühl ist gefragt.
Offizielle Grußkarten an Geschäftspartner
Bei formellen Geschäftsbeziehungen ist Vorsicht geboten. Im Zweifel lieber klassisch-neutral bleiben.
Sehr traditionelle oder konservative Familien
Manche Menschen empfinden Humor zu Weihnachten als respektlos. Kennen Sie Ihr Publikum.
5. Vortragstipps: So bringen Sie lustige Gedichte zum Funkeln
Ein lustiges Gedicht lebt vom Vortrag. Hier sind Profi-Tipps, damit Ihre Performance sitzt:
1. Timing ist alles
Komik braucht Pausen. Nach einer Pointe kurz innehalten - geben Sie den Zuhörern Zeit zu lachen. Hetzen Sie nicht durch die Verse.
2. Betonen Sie die Überraschung
Wenn das Gedicht eine unerwartete Wendung hat, bereiten Sie diese vor: Sprechen Sie den Anfang eher neutral, steigern Sie dann die Betonung zur Pointe hin.
3. Mimik und Gestik einsetzen
Bei lustigen Gedichten dürfen (und sollen!) Sie lebhafter auftreten als bei besinnlichen. Hochgezogene Augenbrauen, ausladende Gesten, gespieltes Entsetzen - das alles verstärkt den Humor.
4. Selbst Spaß haben
Wenn Sie selbst beim Vortragen schmunzeln müssen, steckt das an. Falsche Ernsthaftigkeit wirkt verkrampft. Genießen Sie den Moment!
5. Üben Sie die Pointe besonders
Die letzte Zeile entscheidet oft über Lachen oder Schweigen. Üben Sie diese Zeile mehrfach, bis sie sitzt - Betonung, Lautstärke, Timing.
6. Nicht erklären
Wenn ein Witz nicht ankommt, erklären Sie ihn nicht hinterher. Das macht es nur schlimmer. Lächeln Sie einfach weiter und machen Sie weiter.
7. Die richtige Lautstärke
Viele machen den Fehler, lustige Gedichte zu laut vorzutragen. Manchmal ist ein verschwörerischer, leiser Ton viel wirkungsvoller - als würden Sie ein Geheimnis verraten.
6. Fehler vermeiden: Was lustige Weihnachtsgedichte schnell peinlich macht
Fehler 1: Zu derb oder grenzwertig
Humor über Alkoholexzesse, anzügliche Witze oder Schimpfworte - selbst wenn sie lustig gemeint sind - können das Fest schnell runterziehen
Faustregel: Wenn Sie unsicher sind, ob es noch angemessen ist, ist es das wahrscheinlich nicht.
Besser: Bleiben Sie bei harmlosen Themen wie Plätzchen-Pannen, Geschenke-Chaos oder liebenswerten Weihnachtsmann-Missgeschicken.
Fehler 2: Über einzelne Personen lustig machen
Ein Gedicht über Tante Hildas schreckliche Kochkünste mag witzig klingen - aber nur, wenn Tante Hilda nicht dabei ist. Selbst dann kann es verletzend wirken.
Besser: Machen Sie sich über Situationen lustig, nicht über Menschen. "Alle" kennen verbrannte Plätzchen - niemand wird konkret bloßgestellt.
Fehler 3: Zu komplizierte Wortspiele
Gedichte, die auf obskuren Wortspielen oder Insiderwitzen basieren, verlieren das Publikum. Was in schriftlicher Form clever wirkt, kann vorgetragen verwirren.
Besser: Wählen Sie Gedichte mit einfachen, nachvollziehbaren Pointen. Die besten Lacher kommen von Wiedererkennungsmomenten.
Fehler 4: Zu lang und dadurch langweilig
Ein lustiges Gedicht mit 40 Zeilen? Die ersten 10 sind witzig, danach verliert es an Schwung. Humor braucht Prägnanz.
Besser: Maximal 16-20 Zeilen bei humorvollen Gedichten. Kürzer ist oft besser.
Fehler 5: Die falsche Zielgruppe
Ein satirisches Gedicht über Konsumkritik bei Kindern? Ein albernes Quatsch-Gedicht bei einer Seniorenrunde? Passt nicht zusammen.
Besser: Denken Sie vorher genau nach: Wer sitzt mir gegenüber? Was bringt diese Menschen zum Lachen?
7. Lustige Weihnachtsgedichte für verschiedene Altersgruppen
Kleinkinder (3-5 Jahre)
- Was funktioniert: Einfache Reime, viele Wiederholungen, Tierfiguren, Bewegungen zum Mitmachen
- Was nicht funktioniert: Wortspiele, Ironie, lange Geschichten
- Beispielthema: "Der kleine Hase hilft dem Weihnachtsmann"
Grundschulkinder (6-10 Jahre)
- Was funktioniert: Abenteuergeschichten, freche Reime, Quatsch-Elemente, überraschende Wendungen
- Was nicht funktioniert: Subtiler Humor, Anspielungen auf Erwachsenenprobleme
- Beispielthema: "Die Rentiere machen Unsinn", "Der Schneemann geht auf Reisen"
Jugendliche (11-16 Jahre)
- Was funktioniert: Selbstironie über Weihnachtsstress, leichte Kritik an Traditionen, modernere Sprache
- Was nicht funktioniert: Zu kindlicher Quatsch, zu ernste Besinnlichkeit
- Beispielthema: "Weihnachten mit Smartphone", "Geschenke-Fails"
Erwachsene (ab 17 Jahre)
- Was funktioniert: Situationskomik, Alltagsbeobachtungen, clevere Wortspiele, leichte Konsumkritik
- Was nicht funktioniert: Zu alberner Kinderkram (außer nostalgisch aufbereitet)
- Beispielthema: "Der gestresste Weihnachtseinkäufer", "Familientreffen-Überlebensguide"
Senioren (ab 65 Jahre)
- Was funktioniert: Nostalgie, sanfter Humor, Bezüge zur "guten alten Zeit", aber auch selbstironische Alterswitze
- Was nicht funktioniert: Zu schnelle Pointen, zu moderne Anspielungen, zu zynischer Humor
- Beispielthema: "Weihnachten früher und heute", "Oma rettet Weihnachten"
8. Die Psychologie des Weihnachtshumors: Warum Lachen so wichtig ist
Weihnachten ist emotional aufgeladen. Hohe Erwartungen treffen auf Realität, Familientreffen können anstrengend sein, der Geschenkestress ist real. In dieser Gemengelage erfüllt Humor wichtige Funktionen:
- Ventil für Stress: Lachen baut Anspannung ab. Ein lustiges Gedicht über Weihnachtsstress erlaubt es, darüber zu sprechen, ohne zu klagen.
- Gemeinschaftsstiftend: Gemeinsames Lachen verbindet. Wenn alle über dasselbe schmunzeln, entsteht ein Gefühl der Zusammengehörigkeit.
- Perspektivwechsel: Humor hilft, Probleme von außen zu betrachten. Was im Moment stressig ist (verbrannte Gans, vergessenes Geschenk), wird im humorvollen Gedicht zur komischen Anekdote.
- Tradition auflockern: Weihnachten folgt oft starren Ritualen. Lustige Gedichte durchbrechen diese Strenge und erlauben Leichtigkeit, ohne die Tradition komplett über Bord zu werfen.
- Gesundheitlich wertvoll: Lachen stärkt nachweislich das Immunsystem, senkt Stresshormone und fördert soziale Bindungen - perfekt für die oft anstrengende Weihnachtszeit.
9. Historischer Hintergrund: Lustige Weihnachtsgedichte in der deutschen Literatur
Die Tradition humorvoller Weihnachtslyrik ist jünger als besinnliche Weihnachtsgedichte. Während religiöse und ernste Weihnachtsverse seit Jahrhunderten existieren, entwickelte sich der literarische Weihnachtshumor erst im 19. Jahrhundert.
- Vormärz und Biedermeier (1815-1848): Die ersten humorvollen Weihnachtsgedichte entstanden, oft als Kontrapunkt zur übertriebenen Sentimentalität der Epoche.
- Wilhelminische Ära (1871-1918): Mit der bürgerlichen Weihnachtskultur kamen auch satirische Gedichte über Konsumrausch und Geschenkezwang auf.
- 1920er Jahre: Die Kabarett-Kultur brachte freche, gesellschaftskritische Weihnachtsverse hervor - oft mit politischem Unterton.
- Nachkriegszeit (1950er-1960er): Heinz Erhardt, Robert Gernhardt und andere prägten den modernen deutschen Weihnachtshumor mit absurden Wortspielen und liebevoller Ironie.
- Heute: Die Tradition setzt sich fort in sozialen Medien, auf Kabarettbühnen und in modernen Gedichtsammlungen - oft mit Bezügen zur digitalen Welt und modernen Familienkonstellationen.
10. Profi-Tipp: Lustige Gedichte mit Musik kombinieren
Manche lustigen Weihnachtsgedichte lassen sich hervorragend vertonen oder mit bekannten Melodien kombinieren:
- Methode 1: Gedicht zur Melodie singen
Probieren Sie aus, ob Ihr lustiges Gedicht zur Melodie eines bekannten Weihnachtsliedes passt. "Morgen kommt der Weihnachtsmann" oder "O Tannenbaum" haben eingängige, leicht abwandelbare Melodien. - Methode 2: Rhythmische Begleitung
Bei Gedichten mit starkem Rhythmus können Sie klatschen, auf den Tisch klopfen oder einfache Instrumente (Triangel, Schellen) einsetzen. - Methode 3: Call-and-Response
Bei manchen Gedichten können Sie die Zuhörer einbeziehen: Sie sprechen eine Zeile vor, alle wiederholen. Besonders bei Kindergruppen sehr effektiv.
