Die schönste Zeit des Jahres
Kategorie: besinnliche Weihnachtsgedichte
Die schönste Zeit des Jahres
Wenn weiße Flocken zur Erde gleiten,Autor: Kay Lenz
und Kinder freudig Schlitten fahr´n,
wenn Mütter Plätzchen zubereiten,
dann ist die schönste Zeit ganz nah.
Der Vater stolz vor lauter Glück,
mit Lamettaglanz den Christbaum schmückt.
Denn wenn die Kinder kommen heim,
dann muss alles ganz festlich sein.
Der Abend naht, es ist soweit,
die Schwester trägt ihr bestes Kleid,
Sie treten in das Zimmer ein,
wo sie erwartet, ein heller Schein.
Voll Pracht und Glanz steht er nun da,
der Christbaum geschmückt, so wunderbar.
Die Mutter möchte ein Liedchen anstimmen,
denn die Kinder sollen für das Christkind singen.
Und kurz darauf ertönt aus dem Raum,
die fröhliche Melodie von „Oh Tannenbaum“.
Wenn die Kinder dann eilig die Päckchen auspacken,
ist die Mutter dabei, eine Walnuss zu knacken.
Auf einmal wird es leis im Haus, und alle schauen zum Fenster raus.
Sie sehen die Schneeflocken tanzen und springen,
und hören aus der Fern, die Glocken erklingen.
Da besinnt sich die Familie und ihnen wird klar,
die schönste Zeit des Jahres, nun ist sie da.
Fröhliche Weihnachten!
- Ausführliche Interpretation des Gedichts
- Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
- Für welchen Anlass eignet sich das Gedicht?
- Für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
- Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
- Wie lang dauert der Vortrag?
Ausführliche Interpretation des Gedichts
Das Gedicht "Wenn weiße Flocken zur Erde gleiten" entfaltet ein detailreiches, fast filmisches Bild eines familiären Heiligabends. Es folgt einer klaren, chronologischen Erzählstruktur, die den Leser vom winterlichen Vorabend bis zum feierlichen Höhepunkt führt. Die ersten Strophen etablieren die Vorfreude und die liebevollen Vorbereitungen: Die Natur (Schneeflocken, Schlittenfahrt) und die häusliche Sphäre (Plätzchenbacken, Baumschmücken) verschmelzen zu einem Idealbild besinnlicher Vorweihnachtszeit. Besonders bemerkenswert ist die Rollenverteilung, die ein traditionelles, aber nicht überholtes Familienidyll zeichnet - jede Person trägt mit einer spezifischen, freudigen Tätigkeit zum Gelingen des Festes bei.
Der zentrale Fokus liegt auf dem gemeinsamen Erlebnis. Der "helle Schein" des Christbaums fungiert als symbolischer Mittelpunkt, der die Familie versammelt. Die Handlung gipfelt nicht im materiellen Auspacken der Geschenke, sondern in einem Moment der kollektiven Besinnung: Das Innehalten beim Blick auf die tanzenden Schneeflocken und das Hören der fernen Glocken stellt die eigentliche Botschaft des Gedichts dar. Es ist eine Erinnerung daran, dass die "schönste Zeit" im friedlichen Miteinander und im Staunen über die einfachen, magischen Momente liegt. Die Walnuss, die die Mutter parallel zum Auspacken knackt, ist ein geniales Detail - sie symbolisiert die gelassene, in der Tradition verwurzelte Ruhe im vermeintlich hektischsten Moment.
Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
Das Werk erzeugt eine überwiegend herzliche, festliche und nostalgisch-warme Stimmung. Von der ersten Zeile an wird ein Gefühl der Vorfreude und freudigen Erwartung transportiert, das sich stetig steigert. Die beschriebenen Aktivitäten - vom Schlittenfahren bis zum Baumschmücken - sind mit positiver Energie und familiärer Verbundenheit aufgeladen. Die Stimmung ist dabei nicht aufgeregt, sondern von einer tiefen Zufriedenheit und Geborgenheit geprägt. Der finale Moment der Stille, in dem die Familie gemeinsam aus dem Fenster schaut, fügt eine leise, besinnliche und fast andächtige Note hinzu. Insgesamt hinterlässt das Gedicht beim Leser ein wohliges Gefühl von Weihnachten, wie man es aus Kindertagen in Erinnerung hat oder es sich erträumt.
Für welchen Anlass eignet sich das Gedicht?
Dieses Gedicht ist vielseitig einsetzbar und passt hervorragend zu verschiedenen Gelegenheiten in der Advents- und Weihnachtszeit. Besonders geeignet ist es für:
- Den Heiligabend in der Familie: Als festliche Lesung vor oder nach dem Bescherung, um die gemeinsame Stimmung zu untermalen und einen Moment der Besinnung zu schaffen.
- Advents- oder Weihnachtsfeiern in Vereinen oder Chören: Es bildet den idealen literarischen Rahmen für ein Programm mit weihnachtlichen Liedern, da es selbst das Singen thematisiert.
- Weihnachtskarten oder -briefe: Auszüge oder das gesamte Gedicht können eine persönliche, erzählerische Note in Ihre Grüße bringen.
- Weihnachtsgottesdienste, insbesondere Familiengottesdienste: Die alltagsnahe Schilderung der Vorfreude und das Motiv der erklingenden Glocken bieten einen perfekten Brückenschlag zwischen familiärer Feier und christlichem Fest.
Für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
Das Gedicht spricht aufgrund seiner klaren Bildsprache und erzählerischen Struktur eine breite Altersgruppe an. Es ist besonders gut für Familien mit Kindern im Grundschulalter geeignet, da diese die beschriebenen Szenen (Schlitten fahren, Baumschmücken, Päckchen auspacken) direkt aus ihrem eigenen Erleben kennen und lieben. Ebenso finden Erwachsene und Senioren einen großen Gefallen an dem Text, da er starke nostalgische Gefühle wecken und ein idealisiertes, harmonisches Weihnachtsbild zeichnet, das viele aus ihrer Kindheit oder ihren Sehnsüchten kennen. Die einfache, gereimte Form macht es auch für Jugendliche zugänglich, die vielleicht nach einem Text suchen, der Weihnachten ohne zu große Abstraktion einfängt.
Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
Trotz seiner Breitenwirkung gibt es Kontexte, für die dieses Gedicht weniger passend erscheint:
- Für Personen, die explizit moderne, kritische oder nicht-traditionelle Weihnachtslyrik suchen, die gesellschaftliche Aspekte oder auch die Hektik der Zeit thematisiert. Dieses Werk ist bewusst idyllisch und konfliktfrei.
- Für sehr kleine Kinder unter 4 Jahren, da der Text relativ lang ist und die Satzstrukturen für die Jüngsten möglicherweise noch zu komplex sind, um durchgängig aufmerksam zu folgen.
- Für rein theologisch ausgerichtete oder sehr formelle Anlässe, bei denen die klassische christliche Symbolik (Christgeburt, biblische Figuren) im Vordergrund stehen soll. Hier fehlen direkte Verweise auf die Weihnachtsgeschichte.
Wie lang dauert der Vortrag?
Bei einem Vortrag mit natürlicher, gemächlicher Betonung, die der besinnlichen Stimmung des Gedichts entspricht, beträgt die Dauer etwa eine Minute bis eine Minute und fünfzehn Sekunden. Ein etwas lebhafterer, freudigerer Vortrag könnte knapp unter einer Minute liegen. Für die präzise Zeitplanung bei Feiern oder Lesungen empfehlen wir Ihnen, den Text einmal selbst in der gewünschten Geschwindigkeit und mit den geplanten kleinen Pausen zwischen den Strophen vorzutragen. So stellen Sie sicher, dass er optimal in Ihr Programm integriert werden kann, ohne dass es zu zeitlichen Engpässen oder ungewollten Lücken kommt.
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