Wenn's schneit
Kategorie: Weihnachtsgedichte für Kinder
Wenn's schneit
Wenn's schneit, wenn's schneit,Autor: unbekannt
ist Weihnacht nicht mehr weit.
Dann geht der alte Nikolaus
mit seinem Sack von Haus zu Haus.
Wenn's schneit, wenn's schneit,
ist Weihnacht nicht mehr weit.
Dann kann man durch die Straßen gehn
und all die schönen Sachen sehn.
Wenn's schneit, wenn's schneit,
ist Weihnacht nicht mehr weit.
Dann riecht es, ach, so wundersam,
nach Äpfeln und nach Marzipan.
- Kurze einleitende Zusammenfassung der Wirkung
- Ausführliche Interpretation des Gedichts
- Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
- Für welche Anlässe eignet sich das Gedicht besonders?
- Für wen bzw. für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
- Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
- Vortrags- und Inszenierungstipps
- Abschließende Empfehlung
Kurze einleitende Zusammenfassung der Wirkung
Das Gedicht "Wenn's schneit" entfaltet eine unmittelbare, herzerwärmende Wirkung. Es fungiert wie ein akustischer Adventskalender, der mit jedem wiederkehrenden Refrain die Vorfreude auf Weihnachten steigert. Durch seine einfache, eingängige Struktur und die Konzentration auf klassische Sinneseindrücke - das Sehen des Schnees und der festlichen Straßen, das Riechen von Leckereien - weckt es bei Lesern und Zuhörern gleichermaßen starke, positive Kindheitserinnerungen und ein Gefühl von behaglicher Erwartung.
Ausführliche Interpretation des Gedichts
Das Gedicht baut auf einem einfachen, aber wirkungsvollen Prinzip der Wiederholung auf. Die erste Zeile jeder Strophe - "Wenn's schneit, wenn's schneit" - ist nicht nur ein Refrain, sondern ein magischer Auslöser. Der Schnee wird hier nicht als Wetterphänomen, sondern als sicheres Zeichen und Vorbote des nahenden Festes interpretiert. Die direkte Verknüpfung "ist Weihnacht nicht mehr weit" schafft eine kausale und zeitliche Brücke, die besonders für jüngere Menschen leicht verständlich ist.
Jede der drei Strophen widmet sich einem anderen Aspekt der Vorweihnachtszeit. Die erste Strophe führt eine traditionelle Figur ein: den "alten Nikolaus". Seine Präsenz "von Haus zu Haus" unterstreicht den Gemeinschaftsgedanken und die Fürsorge, die mit der Zeit verbunden sind. Die zweite Strophe lädt zum gemeinsamen, staunenden Flanieren ein. "Durch die Straßen gehn" wird zur Entdeckungstour nach "all den schönen Sachen", womit vermutlich festliche Dekoration, erleuchtete Fenster und geschmückte Tannen gemeint sind. Dies aktiviert den visuellen Sinn.
Den Höhepunkt bildet die dritte Strophe, die den Geruchssinn anspricht. Der Ausruf "ach" verleiht der Zeile eine persönliche, fast sehnsüchtige Note. Die genannten Düfte - "nach Äpfeln und nach Marzipan" - sind keine Zufallswahl. Sie stehen für natürliche Genüsse (Äpfel) und handwerklich-künstlerische Zubereitung (Marzipan) und verkörpern damit die ganze Bandbreite weihnachtlicher Köstlichkeiten. Das Gedicht endet somit nicht mit einer Handlung, sondern mit einem anhaltenden, verlockenden Sinneseindruck, der die Erwartung perfekt einfängt.
Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
Das lyrische Werk erzeugt eine durchweg positive, heimelige und erwartungsfrohe Stimmung. Es transportiert ein Gefühl der sicheren Vorfreude, völlig frei von Hektik oder kommerziellen Aspekten. Die Stimmung ist kindlich-unschuldig, optimistisch und auf das Wesentliche konzentriert: traditionelle Figuren, gemeinsames Erleben und sinnliche Genüsse. Es vermittelt das behagliche Gefühl, in einer geschützten, freudvollen Zeit angekommen zu sein, in der Wunder wie der Nikolausbesuch möglich scheinen und die Welt durch Schnee und Lichter verzaubert wird.
Für welche Anlässe eignet sich das Gedicht besonders?
- Familienadventsfeiern: Perfekt zum gemeinsamen Aufsagen am ersten Advent oder beim Anzünden der Kerzen am Adventskranz.
- Kleine Weihnachtsfeiern im Kindergarten oder in der Grundschule: Ideal für einen rhythmischen, gemeinsamen Sprechchor, vielleicht begleitet von einfachen Gesten.
- Als festlicher Einstieg bei einer Weihnachtsgeschichte: Es schafft in Sekundenschnelle die richtige Atmosphäre, bevor eine längere Geschichte vorgelesen wird.
- Persönliche Weihnachtsvorbereitung: Zum Lesen beim Plätzchenbacken oder beim Schmücken des Zimmers, um die eigene Stimmung zu heben.
- In selbstgemachten Adventskalendern oder -briefen: Als kleines, literarisches Türchen oder beigelegter Gruß.
Für wen bzw. für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
Primär spricht das Gedicht Kinder im Vorschul- und frühen Grundschulalter (etwa 3 bis 8 Jahre) an. Die einfache Sprache, der starke Rhythmus und die konkreten, bildhaften Inhalte sind genau auf ihr Verständnis und ihre Erlebniswelt zugeschnitten. Darüber hinaus eignet es sich hervorragend für alle Erwachsenen, die Kindern diese Weihnachtsfreude vermitteln möchten - also Eltern, Großeltern, Erzieher und Lehrer. Auch nostalgisch veranlagte Erwachsene, die sich an die einfache Freude ihrer eigenen Kindheit erinnern möchten, finden hier einen direkten emotionalen Zugang.
Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
Das Gedicht ist weniger passend für Anlässe, die eine tiefgründige, reflektierte oder kritische Auseinandersetzung mit Weihnachten suchen. Für Jugendliche in der Phase der Ablösung könnte der Text als "zu kindlich" oder "kitschig" empfunden werden. Ebenso ist es für sehr formelle, offizielle Weihnachtsfeiern in einem größeren Business-Kontext wahrscheinlich nicht der geeignete literarische Beitrag. Menschen, die keine positiven Assoziationen mit Schnee oder traditionellem Weihnachten verbinden oder die eine poetisch komplexere Sprache schätzen, werden hier möglicherweise nicht fündig.
Vortrags- und Inszenierungstipps
- Rhythmus und Wiederholung betonen: Sprechen Sie den Refrain "Wenn's schneit, wenn's schneit" jedes Mal mit der gleichen, leicht geheimnisvollen und freudigen Betonung. Nutzen Sie eine kleine Pause vor "ist Weihnacht nicht mehr weit", um die Spannung zu erhöhen.
- Gestik und Mimik einbeziehen: Bei "von Haus zu Haus" können Sie mit den Fingern über eine imaginäre Landschaft wandern. Bei "all die schönen Sachen sehn" öffnen Sie weit die Augen und blicken staunend umher. Beim "ach, so wundersam" riechen Sie genüsslich mit geschlossenen Augen.
- Einsatz von Requisiten: Halten Sie einen leeren, aber verzierten Sack für den Nikolaus bereit. Verteilen Sie zum Schluss vielleicht sogar einen Apfel und ein Stück Marzipan zum Riechen (und Kosten!).
- Auditive Untermalung: Leises Glockengebimmel im Hintergrund während des Vortrags oder dezente, sphärische Klänge können die magische Stimmung unterstreichen.
- Interaktion mit dem Publikum: Laden Sie bei der letzten Strophe alle ein, tief einzuatmen und mit Ihnen gemeinsam zu riechen. Fragen Sie die Kinder, was sie noch riechen können.
Abschließende Empfehlung
Wählen Sie dieses Gedicht genau dann, wenn Sie den unverfälschten Zauber der Vorweihnachtszeit einfangen und teilen möchten. Es ist der perfekte literarische Begleiter für den Moment, in dem die ersten Schneeflocken fallen - oder auch nur davon geträumt wird. Setzen Sie es gezielt ein, um bei jungen Kindern die Vorfreude zu wecken und bei den Erwachsenen ein Lächeln der Erinnerung hervorzurufen. Ideal ist es für den Start in die Adventszeit, etwa am ersten Dezemberwochenende, oder als festliches Ritual an einem gemütlichen Familienabend in der dunklen Jahreszeit. Es ist weniger ein Gedicht für die große Bühne, sondern vielmehr eine intime, herzliche Einladung, in die gemeinsame freudige Erwartung einzustimmen.
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