Vergesst im Winter die Tiere nicht

Kategorie: schöne Weihnachtsgedichte

Vergesst im Winter die Tiere nicht

Es ist bald Weihnachten und draußen wirds kalt
Die Tiere suchen Futter im verschneiten Wald
Jetzt sollte man auch an die Vögel denken
Auch denen kann man was leckeres schenken
Ein schneedichtes Vogelhaus wäre da richtig
Das Futter sollte trocken bleiben, das ist wichtig
Weizenkörner und andere Dinge
Für die Meisen gibts leckere Futterringe
Auch im Feld die Rehe und Hasen
finden im Schnee fast nichts zu grasen
Da sollten Heu und leckere Möhren
Zum Futterplan hinzu gehören
Walnüsse braucht man nicht zu zerhacken
Eichhörnchen und Raben können die knacken
Auch das Pferd im Stall in der Boxenecke
Freut sich über eine Rückendecke
noch etwas Hafer und trockenes Stroh
Das braucht ein Pferd und macht es froh
Und die Moral von dem Gedicht
Vergesst im Winter die Tiere nicht
Autor: Leo Houben Nohra

Kurze einleitende Zusammenfassung der Wirkung

Das Gedicht "Vergesst im Winter die Tiere nicht" von Leo Houben Nohra wirkt wie ein herzlicher und praktischer Aufruf zur Fürsorge. Es verbindet die festliche Weihnachtsstimmung mit einem klaren Appell an unsere Mitverantwortung für die Natur. Die Wirkung entfaltet sich dabei auf zwei Ebenen: Zum einen weckt es ein Gefühl der Nächstenliebe und des Mitleids, zum anderen liefert es konkrete, leicht umsetzbare Handlungsanweisungen. Es ist weniger ein lyrisches Kunstwerk als vielmehr ein einprägsamer Merkvers, der den Leser direkt anspricht und zum Handeln motivieren möchte.

Ausführliche Interpretation des Gedichts

Das Gedicht folgt einem klaren, pädagogischen Aufbau. Es beginnt mit der allgemeinen Situationsschilderung der winterlichen Kälte zur Weihnachtszeit und benennt dann systematisch verschiedene Tiergruppen samt ihrer spezifischen Bedürfnisse. Die Interpretation offenbart einen strukturierten Gedankengang: Zuerst werden die Vögel im Wald adressiert, mit Tipps zu Futter und Vogelhaus. Anschließend wendet sich der Blick auf die Feldtiere wie Rehe und Hasen, bevor mit Eichhörnchen, Raben und schließlich den Haustieren (hier das Pferd) der Kreis immer näher zum Menschen gezogen wird. Diese Steigerung - von den wilden Tieren im Wald bis zum Tier im eigenen Stall - macht die Botschaft universell. Die wiederholten, reimenden Paare sorgen für einen eingängigen Rhythmus, der die Ratschläge leicht memorierbar macht. Die explizit formulierte "Moral" am Schluss unterstreicht den lehrhaften Charakter und lässt keinen Zweifel an der Intention des Autors.

Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?

Das Werk erzeugt eine warmherzige, fürsorgliche und aktivierende Stimmung. Es ist frei von Weihnachtskitsch oder übertriebener Sentimentalität. Stattdessen dominiert ein praktischer, gutmütiger Ton, der von echter Anteilnahme geprägt ist. Durch die konkreten Beispiele - vom Futterring für die Meise bis zur Rückendecke für das Pferd - entsteht das Bild einer aktiven, hilfsbereiten Gemeinschaft. Die Grundstimmung ist positiv und hoffnungsvoll, da sie impliziert, dass jeder Einzelne mit kleinen Mitteln etwas Gutes bewirken kann. Es ist eine Stimmung der tatkräftigen Nächstenliebe, die über den menschlichen Kreis hinausreicht.

Für welche Anlässe eignet sich das Gedicht besonders?

Dieses Gedicht eignet sich hervorragend für Gelegenheiten, bei denen das Thema Tier- oder Naturschutz im Vordergrund steht. Ideal ist es für die Gestaltung von Veranstaltungen in Tierheimen, bei Treffen von Jugendgruppen wie den Pfadfindern oder in Schulprojekten zum Thema "Tiere im Winter". Es passt perfekt in einen Weihnachtsbrief von Tierschutzorganisationen oder auf die Einladung zu einem gemeinsamen Futterbastelnachmittag in der Vorweihnachtszeit. Auch als dekorativer und sinnvoller Text auf selbstgemachten Futterglocken oder Futterhäuschen entfaltet es seine Wirkung. Darüber hinaus bietet es sich als Einstieg oder Abschluss für eine Familienandacht in der Adventszeit an, die den Gedanken des Schenkens erweitert.

Für wen bzw. für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?

Die primäre Zielgruppe sind Kinder im Vor- und Grundschulalter. Die einfache Sprache, der klare Reim und die anschaulichen Bilder sprechen junge Zuhörer und Leser direkt an. Es ist ein Gedicht, das sich wunderbar vorlesen lässt und Kindern auf verständliche Weise Verantwortungsbewusstsein vermittelt. Ebenso eignet es sich für Eltern, Erzieher und Lehrer, die nach kindgerechtem Material suchen. Sekundär spricht es alle naturverbundenen Erwachsenen an, die einen unkomplizierten Text schätzen, der zum sofortigen Handeln inspiriert - sei es beim Spaziergang mit einem Futterbeutel oder bei der Stallarbeit.

Für wen eignet sich das Gedicht weniger?

Leser, die nach komplexer Lyrik mit metaphorischer Tiefe, ambivalenten Aussagen oder kunstvollen sprachlichen Bildern suchen, werden hier nicht fündig. Das Gedicht verzichtet bewusst auf literarische Verschlüsselungen zugunsten von Direktheit und Klarheit. Für einen rein literaturwissenschaftlichen Kontext oder einen anspruchsvollen Poetry-Slam bietet es zu wenig interpretatorische Vielschichtigkeit. Ebenso könnte es für Menschen, die einen rein besinnlich-religiösen Weihnachtstext erwarten, zu praktisch und weltlich erscheinen, da es die klassische Weihnachtsgeschichte nicht aufgreift.

Vortrags- und Inszenierungstipps

Für einen lebendigen Vortrag empfiehlt es sich, das Tempo ruhig und deutlich zu halten, damit jeder praktische Tipp auch ankommt. Betonen Sie die Reimwörter leicht, um die eingängige Struktur zu unterstreichen. Eine Inszenierung mit Kindern kann wunderbar gestaltet werden: Verteilen Sie Rollen (z.B. ein Kind für die Vögel, eines für die Hasen etc.) und lassen Sie jede Strophe von einer anderen Person vorlesen. Noch eindrucksvoller wird es, wenn Sie die genannten Gegenstände - eine Handvoll Weizen, eine Möhre, eine Walnuss, ein Stück Stoff als Decke - während des Vortrags zeigen oder an die Zuhörer weiterreichen. Für einen Aushang oder eine digitale Präsentation kombinieren Sie den Text mit liebevollen Zeichnungen der erwähnten Tiere.

Abschließende Empfehlung

Wählen Sie dieses Gedicht genau dann, wenn Sie einen unmittelbaren, herzlichen und handfesten Beitrag zur Weihnachtszeit leisten möchten, der über das rein Menschliche hinausgeht. Es ist die perfekte literarische Ergänzung, wenn Sie mit Ihrer Familie, Schulklasse oder Gemeinschaft konkret helfen wollen - etwa beim Bau eines Vogelhauses oder der Sammlung von Futterspenden. Es verwandelt das abstrakte Gefühl der Weihnachtsliebe in konkrete Tat. Nutzen Sie es als Aufhänger für ein gemeinsames Projekt oder als einfühlsame Erinnerung in der hektischen Vorweihnachtszeit, dass das Fest der Nächstenliebe auch unsere nicht-menschlichen Nachbarn mit einschließt. Hier finden Sie nicht nur einen Text, sondern eine Anleitung für gelebte Mitgeschöpflichkeit.

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