Der Tannenbaum
Kategorie: schöne Weihnachtsgedichte
Der Tannenbaum
Die Tannenbäume stehen im Wald.Autor: Rebecca Ratajczak
Draußen wird es langsam kalt.
Es ist nicht immer die Größe die zählt,
der persönlich schönste Baum wird auserwählt.
Und ist er erst einmal im Hause,
wird ihm gegönnt nicht eine Pause.
Der Weihnachtsbaum wird nun geschmückt
und Kinderaugen funkeln ganz verzückt.
Kugeln, Lametta und Lichterkette
leuchten am Baume um die Wette.
Und obendrauf da leuchtet der Stern,
wollen Euch sagen wir haben Euch gern.
- Ausführliche Interpretation des Gedichts
- Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
- Für welchen Anlass eignet sich das Gedicht?
- Für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
- Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
- Wie lang dauert der Vortrag?
Ausführliche Interpretation des Gedichts
Dieses Gedicht erzählt in einfachen, klaren Versen die gesamte Geschichte des Weihnachtsbaumes - von seiner Herkunft bis zu seiner festlichen Bestimmung. Es beginnt mit einer naturalistischen Szenerie: Der Baum steht noch in seinem ursprünglichen Lebensraum, dem winterlichen Wald. Die Zeile "Es ist nicht immer die Größe die zählt" führt eine bemerkenswerte philosophische Note ein. Sie betont den subjektiven, persönlichen Wert gegenüber äußerlichen Maßstäben, was die individuelle Bedeutung des Festes unterstreicht. Der Baum wird nicht aufgrund von Pracht, sondern aufgrund einer besonderen, emotionalen Verbindung "auserwählt".
Der zweite Teil des Gedichts beschreibt den schnellen Übergang in die heimische Festlichkeit ("wird ihm gegönnt nicht eine Pause") und fokussiert sich dann ganz auf den Akt des Schmückens. Hier wird die Verwandlung von einem Natur- zu einem Kultur- und Symbolobjekt vollzogen. Die Aufzählung "Kugeln, Lametta und Lichterkette" wirkt wie ein fröhliches Inventar der Weihnachtsfreude. Der abschließende Vers verlagert die Aussage geschickt von der reinen Beschreibung zur direkten menschlichen Botschaft. Der Stern an der Spitze wird zum Boten einer Zuneigungserklärung ("wollen Euch sagen wir haben Euch gern"), die das festliche Ritual mit zwischenmenschlicher Wärme und familiärer Verbundenheit auflädt.
Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
Das Gedicht erzeugt eine durchweg warme, freudige und herzliche Stimmung, die von behaglicher Vorfreude geprägt ist. Es transportiert ein Gefühl der liebevollen Erwartung und des gemeinschaftlichen Schaffens. Die Betonung des "persönlich schönsten" Baumes und der "funkelnden" Kinderaugen vermittelt Gemütlichkeit und innere Anteilnahme. Der letzte Vers verleiht der ansonsten beschreibenden Erzählung eine emotionale Tiefe und eine tröstende, liebevolle Note, die über den rein materiellen Festzauber hinausweist. Insgesamt ist die Atmosphäre festlich, familiär und ungekünstelt fröhlich.
Für welchen Anlass eignet sich das Gedicht?
Dieses Gedicht ist vielseitig einsetzbar und passt ideal zu verschiedenen Gelegenheiten innerhalb der Weihnachtszeit. Besonders gut eignet es sich für das gemeinsame Schmücken des Baumes am Heiligabend, da es den gerade stattfindenden Akt poetisch begleitet. Es ist eine schöne Ergänzung für einen Adventskaffee oder ein vorweihnachtliches Familienfest, bei dem die Vorfreude im Mittelpunkt steht. Aufgrund seiner direkten und herzlichen Schlussbotschaft eignet es sich auch ausgezeichnet für eine persönliche Weihnachtskarte an nahestehende Personen. In einem eher inoffiziellen Rahmen, wie einem Weihnachtskreis in der Schule oder im Kindergarten, kann es ebenfalls wunderbar vorgetragen werden.
Für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
Das Gedicht spricht mit seinem einfachen Reimschema, der eingängigen Rhythmik und den konkreten Bildern vorrangig Kinder im Vor- und Grundschulalter an. Sie können den beschriebenen Prozess leicht nachvollziehen. Ebenso finden aber auch Erwachsene und Senioren Gefallen an dem Text, da er nostalgische Erinnerungen an die eigene Kindheit und das traditionelle Familienfest weckt. Die universelle Botschaft der Liebe und des Beisammenseins macht es generationenübergreifend verständlich und wertvoll. Jugendliche könnten es für eine liebevolle Gestaltung eines Familienabends oder als Teil einer selbst organisierten Feier nutzen.
Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
- Für literarisch anspruchsvolle Lesungen oder Analysen, da der Fokus auf schlichter, unmittelbarer Wirkung und nicht auf komplexer poetischer Sprache liegt.
- Für sehr formelle oder theologische Weihnachtsgottesdienste, in denen die klassische christliche Symbolik (Christuskind, Krippe, Heilige Drei Könige) im Vordergrund steht. Das Gedicht behandelt primär das Brauchtum um den Baum.
- Für Personen, die explizit moderne, kritische oder abstrakte Weihnachtslyrik suchen, da der Text traditionell, unverkitscht und narrativ ist.
Wie lang dauert der Vortrag?
Bei einem gemächlichen, betonten und deutlichen Vortrag mit kleinen Pausen zwischen den Versen, um die Bilder wirken zu lassen, benötigen Sie für dieses Gedicht etwa 45 bis 60 Sekunden. Ein flüssigerer, gleichmäßigerer Lesevortrag liegt bei ungefähr 35 bis 40 Sekunden. Diese kurze Dauer macht es perfekt für die Integration in Weihnachtsfeiern, wo es als stimmungsvolle Eröffnung oder als Auflockerung zwischen anderen Programmpunkten dienen kann, ohne den zeitlichen Rahmen zu sprengen. Planen Sie für einen Vortrag vor Kindern ruhig etwas mehr Zeit ein, um eventuelle Verständnisfragen zu beantworten oder auf Details der Verse einzugehen.
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