Weihnachtstraum
Kategorie: schöne Weihnachtsgedichte
Weihnachtstraum
Was Weihnachte ist haben wir fast vergessen.Autor: Fabian Alexander Renner
Es ist viel mehr als ein prunkvolles Essen.
Weihnachten ist mehr als stressen und kaufen,
durch hell beleuchtete Straßen laufen.
Weihnachten ist Zeit für Kinder haben
und auch für andre mal kleine Gaben.
Weihnachten ist mehr als Geschenke schenken.
Weihnachte ist mit dem Herzen denken.
Und alte Lieder beim Weihnachtsbaum,
fertig ist der Weihnachtstraum.
Geprägt von viel Besinnlichkeit.
So wäre sie schön, die Weihnachtszeit.
- 1. Ausführliche Interpretation des Gedichts
- 2. Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
- 3. Für welchen Anlass eignet sich das Gedicht?
- 4. Für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
- 5. Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
- 6. Wie lang dauert der Vortrag?
1. Ausführliche Interpretation des Gedichts
Das Gedicht "Was Weihnachte ist" stellt sich bewusst gegen die Hektik und den materiellen Überfluss, die die Adventszeit heute oft prägen. Es beginnt mit einer klaren Diagnose: Das eigentliche Wesen des Festes ist in Vergessenheit geraten. Die ersten Zeilen grenzen sich scharf von oberflächlichen Weihnachtsklischees ab - dem üppigen Mahl, dem Konsumdruck und der bloßen Dekoration. Stattdessen definiert der Text den Kern von Weihnachten neu als eine Haltung der Zuwendung. "Zeit für Kinder haben" und "kleine Gaben" für andere betonen zwischenmenschliche Nähe und Aufmerksamkeit, die weit über den materiellen Wert hinausgehen. Die zentrale und einprägsamste Zeile "Weihnachte ist mit dem Herzen denken" fasst diese Philosophie zusammen. Es ist ein Appell, Verstand und Gefühl in Einklang zu bringen und Entscheidungen aus Mitmenschlichkeit zu treffen. Der Schluss versammelt dann die traditionellen, besinnlichen Elemente - alte Lieder am Baum - und zeigt sie als Ergebnis dieser inneren Haltung. Der "Weihnachtstraum" ist somit kein passiver Wunsch, sondern ein aktives, von Besinnlichkeit geprägtes Gestalten der Festtage.
2. Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
Das Gedicht erzeugt primär eine besinnliche und nachdenkliche Stimmung, die von einem leisen, mahnenden Unterton begleitet wird. Es lädt Sie nicht zu ausgelassener Fröhlichkeit ein, sondern zu einer Pause, zu einem Innehalten im oft so geschäftigen Treiben. Durch den kontrastierenden Aufbau - was Weihnachten *nicht* ist versus was es *eigentlich* sein sollte - wirkt es wie ein freundlicher, aber bestimmter Weckruf. Die Stimmung wandelt sich gegen Ende hin zu einem versöhnlichen, fast tröstenden Ton. Die Vision der "Besinnlichkeit" und des fertigen "Weihnachtstraums" vermittelt ein Gefühl der Geborgenheit und Ruhe und zeigt einen positiven Ausblick auf, wie das Fest im Idealfall erlebt werden kann.
3. Für welchen Anlass eignet sich das Gedicht?
Dieses Gedicht ist vielseitig einsetzbar und passt besonders gut zu Anlässen, die der Reflexion und der bewussten Vorbereitung auf das Fest dienen. Ideal ist es für:
- Eine Adventsandacht oder einen Gottesdienst in der Vorweihnachtszeit, der das Thema Entschleunigung behandelt.
- Den Beginn einer Familienfeier am Heiligabend, um gemeinsam den Fokus auf das Wesentliche zu lenken, bevor die Geschenke ausgepackt werden.
- Eine Weihnachtskarte an gute Freunde oder Familie, besonders wenn Sie damit eine persönlichere Botschaft verbinden möchten als mit standardisierten Grüßen.
- Eine Lesung beim Adventskaffee in geselliger Runde, um ein Gespräch über die eigenen Weihnachtstraditionen und -erwartungen anzuregen.
- Den Einstieg in eine Weihnachtsfeier im Verein oder Kollegenkreis, um eine gemeinsame, besinnliche Grundstimmung zu schaffen.
4. Für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
Die Zielgruppe des Gedichts sind in erster Linie Erwachsene und Jugendliche ab etwa 14 Jahren. Diese Altersgruppen erleben den von Kritik beschriebenen Konsum- und Leistungsdruck im Vorweihnachtstrubel meist unmittelbar selbst - sei es im Beruf, beim Geschenkeeinkauf oder bei der Organisation der Feiertage. Sie können die mahnenden Zeilen aus eigener Erfahrung nachvollziehen und die Botschaft der Entschleunigung für sich umsetzen. Auch Senioren schätzen das Gedicht häufig, da es an eine vielleicht erinnerte, weniger hektische Weihnachtszeit anknüpft und Werte wie Besinnlichkeit und Gemeinschaft in den Vordergrund stellt. Die einfache, reimende Sprache macht die Aussage für alle Altersgruppen gut zugänglich.
5. Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
Für einige Kontexte und Personenkreise ist dieses Gedicht möglicherweise weniger passend:
- Für kleine Kinder im Vorschul- und frühen Grundschulalter ist der abstrakte, appellierende Charakter schwer verständlich. Ihnen fehlt der erzählerische Rahmen (z.B. eine Geschichte vom Weihnachtsmann) und die konkreten Bilder, die sie fesseln.
- Bei einer rein festlichen und ausgelassenen Weihnungsparty, bei der ausdrücklich gefeiert und getanzt werden soll, könnte der besinnliche Ton als zu ruhig oder sogar als Stimmungsbrecher empfunden werden.
- Für Menschen, die sich auf eine streng traditionell-religiöse Feier mit Fokus auf die biblische Weihnachtsgeschichte einstellen, könnte das Gedicht zu allgemein gehalten sein, da es die klassischen christlichen Symbole wie Krippe, Christkind oder Stern von Bethlehem nicht explizit erwähnt.
6. Wie lang dauert der Vortrag?
Bei einem ruhigen, bedachten und betonten Vorlesen, das der besinnlichen Stimmung des Textes gerecht wird, beträgt die Vortragsdauer etwa 30 bis 40 Sekunden. Diese kurze Dauer ist ein großer Vorteil für die Planung Ihrer Feier. Sie können das Gedicht mühelos als pointierten Einstieg in eine Ansprache, als Überleitung zwischen zwei Programmpunkten oder als abschließenden, nachklingenden Gedanken verwenden, ohne den zeitlichen Ablauf zu strapazieren. Ein zu schnelles Herunterlesen sollte vermieden werden, da sonst die Wirkung der einzelnen, kontrastierenden Botschaften verloren geht. Planen Sie für den Vortrag inklusive eines kurzen Moments des Verstummens danach ruhig eine knappe Minute ein.
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