der Weihnachtsduft
Kategorie: Adventsgedichte
der Weihnachtsduft
Jedes Jahr zur Weihnachtszeit,Autor: anonymus ott
die sich nun kündet, weit und breit,
da ligt ein ganz besonderer Duft
in der Luft:
Nach Freude, lachen und nach Scherzen,
nach Geschenken, Plätzchen und Weihnachtskerzen.
Nach Bratäpfeln und Tannenbaum,
und manchmal auch nach Badeschaum,
den viele machen Adventsputz,
um zu entfernen allen Schmutz.
Denn bald ist es wieder so weit,
es beginnt die Weihnachtszeit
- Kurze einleitende Zusammenfassung der Wirkung
- Ausführliche Interpretation des Gedichts
- Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
- Für welche Anlässe eignet sich das Gedicht besonders?
- Für wen bzw. für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
- Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
- Vortrags- und Inszenierungstipps
- Abschließende Empfehlung
Kurze einleitende Zusammenfassung der Wirkung
Das Gedicht "Der Weihnachtsduft" von anonymus ott fängt auf unmittelbare und herzerwärmende Weise die multisensorische Vorfreude auf das Fest ein. Es geht über das rein Visuelle hinaus und konzentriert sich auf den oft vernachlässigten, aber emotional so mächtigen Sinn des Geruchs. Durch die Aufzählung vertrauter Düfte weckt es bei den Lesern und Zuhörern persönliche Erinnerungen und schafft so einen direkten, nostalgischen Zugang zur Weihnachtszeit. Die Wirkung ist weniger feierlich-pathetisch, sondern vielmehr gemütlich, vertraut und einladend, als würde man die Nase in einen geöffneten Backofen oder einen Tannenzweig stecken.
Ausführliche Interpretation des Gedichts
Das Gedicht strukturiert sich in zwei klare Teile: die Beschreibung des traditionellen, idealisierten Weihnachtsduftes und eine humorvolle, realistische Wendung. Die ersten Zeilen etablieren die Erwartung ("die sich nun kündet") und den allgegenwärtigen ("weit und breit"), "ganz besonderen Duft". Dieser wird dann nicht abstrakt beschrieben, sondern durch eine konkrete Aufzählung von Assoziationen definiert. "Nach Freude, lachen und nach Scherzen" personifiziert den Duft gleichsam; er riecht nicht nach Gegenständen, sondern nach emotionalen Zuständen und zwischenmenschlicher Wärme. Die folgende Liste ("Geschenken, Plätzchen, Weihnachtskerzen, Bratäpfeln, Tannenbaum") ist ein klassischer Katalog weihnachtlicher Sinnbilder, der das Idealbild zeichnet.
Die geniale Volte folgt mit "und manchmal auch nach Badeschaum". Diese Zeile bricht die reine Idylle und holt die Weihnachtsvorbereitung in die reale Welt. Der "Adventsputz" ist ein ebenso verbreitetes wie profanes Ritual, das hier liebevoll-integrierend in den Kanon der Weihnachtsdüfte aufgenommen wird. Es ist eine charmante Anerkennung der alltäglichen Arbeit, die dem Fest vorausgeht. Der "Schmutz", der entfernt wird, kann dabei auch symbolisch für das alte Jahr stehen. Der Kreis schließt sich mit der Wiederaufnahme der Anfangszeilen, die nun von der Ankündigung zur Gewissheit werden: "Denn bald ist es wieder so weit, / es beginnt die Weihnachtszeit". Das Gedicht feiert somit nicht nur das Fest selbst, sondern auch die Vorfreude und die vorbereitenden Rituale als wesentlichen Teil der weihnachtlichen Erfahrung.
Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
Es erzeugt eine ausgesprochen heimelige, entspannte und inklusive Stimmung. Durch den Fokus auf den Duft entsteht eine fast körperlich spürbare Atmosphäre der Geborgenheit. Der Ton ist nicht erhoben, sondern erzählerisch und vertraulich. Die Einbeziehung des "Badeschaums" und des "Adventsputzes" verhindert jede Spur von Kitsch oder übertriebener Feierlichkeit und ersetzt sie durch einen warmherzigen, leicht schmunzelnden Realismus. Die Grundstimmung ist eine der freudigen Erwartung, die das Schöne im Alltäglichen findet und so ein Gefühl der Gemeinschaft mit all jenen stiftet, die ähnliche Vorbereitungen treffen.
Für welche Anlässe eignet sich das Gedicht besonders?
- Als stimmungsvolle Eröffnung oder Einleitung bei einer gemütlichen Adventsfeier im Familien- oder Freundeskreis.
- Während eines gemeinsamen Back- oder Bastelnachmittags in der Vorweihnachtszeit, um die Sinne zu schärfen.
- In der Schule oder im Kindergarten zur Einführung in das Thema "Unsere Sinne im Advent" oder "Weihnachtliche Traditionen".
- Als passender Beitrag für eine kleine Weihnachtsfeier im Verein oder am Arbeitsplatz, die nicht zu formell sein soll.
- Für die persönliche Einstimmung in der stillen Zeit, etwa beim Durchblättern eines Adventskalenders oder beim Anzünden der ersten Kerze.
Für wen bzw. für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
Das Gedicht spricht aufgrund seiner einfachen, bildhaften Sprache und der alltagsnahen Thematik eine sehr breite Zielgruppe an. Es eignet sich hervorragend für Kinder im Vor- und Grundschulalter, die die genannten Düfte und Tätigkeiten direkt wiedererkennen und nachvollziehen können. Ebenso ansprechend ist es für Erwachsene und Familien insgesamt, da es generationenübergreifende Erinnerungen und Erfahrungen anspricht. Auch für Senioren kann es ein schöner Auslöser für Erzählungen aus vergangenen Weihnachtszeiten sein. Die Altersgruppe von etwa 4 bis 99 Jahren wird hier emotional abgeholt.
Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
Weniger geeignet ist es für Anlässe, die eine sehr feierliche, religiöse oder formelle Dichtung erwarten. Wer nach tiefgründiger Symbolik, komplexen Reimschemata oder der theologischen Bedeutung von Weihnachten sucht, wird hier nicht fündig. Ebenso könnte es in einem extrem literarisch anspruchsvollen Kontext als zu simpel empfunden werden. Für Menschen, die keinen Bezug zu christlich-westlichen Weihnachtstraditionen haben oder diese ablehnen, besitzt das Gedicht naturgemäß wenig Anknüpfungspunkte.
Vortrags- und Inszenierungstipps
- Atmosphäre schaffen: Tragen Sie das Gedicht bei gedämpftem Licht vor, vielleicht begleitet vom Duft einer echten Duftkerze (mit Zimt- oder Orangennote) oder eines Tannenzweiges.
- Pausen und Tempo: Lesen Sie langsam und genussvoll. Machen Sie nach jeder Duft-Komponente ("nach Plätzchen", "nach Tannenbaum") eine kleine, sinnende Pause, als würden Sie selbst daran riechen.
- Stimmliche Gestaltung: Bei der Aufzählung der klassischen Düfte kann die Stimme warm und träumerisch klingen. Bei der Zeile "und manchmal auch nach Badeschaum" empfiehlt sich ein leichtes, augenzwinkerndes Absenken der Stimme oder ein kleines Lächeln, um die humorvolle Brechung zu betonen.
- Interaktion: Besonders bei Kindern: Fragen Sie vor oder nach dem Vortrag: "Was riecht für euch nach Weihnachten?"
- Visuelle Unterstützung: Zeigen Sie während des Vortrags Bilder oder reale Gegenstände zu den genannten Stichworten (eine Kerze, ein Plätzchen, ein Apfel, ein Putzlappen als Gag).
Abschließende Empfehlung
Wählen Sie dieses Gedicht genau dann, wenn Sie die Weihnachtszeit nicht von ihrer feierlichen Spitze her, sondern von ihrer warmen, vorbereitenden Basis aus erleben und vermitteln möchten. Es ist der perfekte Text für den ersten Advent oder einen der Tage in der frühen Vorweihnachtszeit, wenn die Vorfreude gerade beginnt und die ersten Rituale (Backen, Putzen, Schmücken) starten. Es eignet sich weniger für den Heiligen Abend selbst, sondern vielmehr für die besinnlichen Momente davor, in denen die Ankunft des Festes noch in der Luft - oder besser: im Duft - liegt. Es ist ein Gedicht für das gemütliche Sofa, nicht für den festlich gedeckten Tisch, und genau darin liegt sein großer Charme und sein einzigartiger Wert.
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