Das Christkind ist ein Engelein
Kategorie: Adventsgedichte
Das Christkind ist ein Engelein
Das Christkind ist ein Engelein,Autor: Vera-Regina aus Österreich
das kommt zu Weihnachten
vom Himmel in das Zimmer rein
mit unseren Geschenken.
Das Christkind ist ein Engelein,
und lässt sich auch nicht sehen;
man merkt es erst im Nachhinein,
es kann durch Wände gehen.
Das Christkind ist ein Engelein,
geboren, uns zu geben,
so unsichtbar und ganz geheim
wird es auch ewig leben.
Es bringt die frohe Botschaft uns
vom kleinen Jesuskind,
drum steht es fest in unserer Gunst,
weil wir ja Christen sind.
- Kurze einleitende Zusammenfassung
- Ausführliche Gedichtinterpretation
- Stimmung des Gedichts
- Geeignete Anlässe
- Zielgruppe und Alter
- Weniger geeignete Zielgruppe
- Vortrags- und Inszenierungstipps
- Abschließende Empfehlung
Kurze einleitende Zusammenfassung
Das Gedicht "Das Christkind ist ein Engelein" von Vera-Regina fängt auf bezaubernde Weise den kindlich-gläubigen Zauber der Weihnachtszeit ein. Es verbindet die populäre Vorstellung des Gabenbringers mit der christlichen Heilsbotschaft und schafft so ein Bild von zarter Magie, Unsichtbarkeit und liebevoller Fürsorge. Die einfache, eingängige Sprache macht es sofort zugänglich und hinterlässt ein Gefühl von warmherziger Vorfreude und geheimnisvoller Erwartung.
Ausführliche Gedichtinterpretation
Das Gedicht baut sich in vier Strophen auf, die das Christkind aus verschiedenen, sich ergänzenden Perspektiven beschreiben. Die erste Strophe etabliert die Grundvorstellung: Das Christkind wird als "Engelein" personifiziert, das direkt "vom Himmel" in den irdischen, privaten Raum ("Zimmer") herabsteigt. Diese Verbindung von Transzendenz und Intimität ist zentral. Es ist kein fernes Wesen, sondern agiert in unserer unmittelbaren Nähe.
Die zweite Strophe betont dann das Geheimnisvolle und Übernatürliche. Das Christkind "lässt sich auch nicht sehen", seine Anwesenheit wird nur "im Nachhinein" an den zurückgelassenen Gaben bemerkt. Die Fähigkeit, "durch Wände gehen" zu können, unterstreicht seine nicht-materielle, geistige Natur und erklärt kindgerecht, wie es überall gleichzeitig sein kann.
Während die ersten beiden Strophen eher der volkstümlichen Überlieferung entsprechen, gibt die dritte Strophe eine tiefere, theologische Deutung. Das Engelein ist "geboren, uns zu geben". Dieser Vers verknüpft das Christkind eng mit Jesus Christus selbst, dessen Geburt das ultimative Geschenk Gottes an die Menschheit ist. Die Unsichtbarkeit wird hier zur "geheimen" und ewigen Qualität erhoben.
Die vierte und letzte Strophe bringt die frohe Botschaft explizit auf den Punkt: Das Christkind ist der Bote ("Es bringt die frohe Botschaft uns / vom kleinen Jesuskind"). Die Schlusszeilen begründen die traditionelle Wertschätzung ("steht es fest in unserer Gunst") direkt mit dem christlichen Glauben ("weil wir ja Christen sind"). Das Gedicht schließt somit den Kreis von Märchenhaftem und Glaubenslehre.
Stimmung des Gedichts
Die Stimmung ist durchweg positiv, getragen von staunender Verwunderung und inniger Freude. Es herrscht eine Atmosphäre des stillen Wunders vor, nicht des lauten Jubels. Die Betonung des Unsichtbaren und Geheimen erzeugt eine sanfte Spannung und einen Hauch von Magie, der besonders Kinder anspricht. Gleichzeitig vermittelt die Gewissheit, dass dieses liebevolle Wesen trotzdem aktiv und fürsorglich handelt, ein starkes Gefühl von Geborgenheit und behüteter Vorfreude. Die Stimmung ist weniger festlich-prunkvoll als vielmehr innig und vertraut.
Geeignete Anlässe
Dieses Gedicht eignet sich hervorragend für zahlreiche Gelegenheiten in der Advents- und Weihnachtszeit. Es ist eine perfekte Ergänzung für den Heiligen Abend, sei es als Einstimmung vor der Bescherung oder als ruhiger Moment zwischen den aufregenden Aktivitäten. In der Familie kann es beim gemeinsamen Plätzchenbacken oder am Adventskranz vorgetragen werden. Darüber hinaus ist es eine schöne Bereicherung für:
- Kleine Weihnachtsfeiern im Kindergarten oder in den unteren Grundschulklassen.
- Christliche Kindergottesdienste an Weihnachten, besonders zur Veranschaulichung der Rolle des Christkinds.
- Als Eintrag in eine persönliche Weihnachtskarte an Familien mit kleineren Kindern.
- Als festliches Gute-Nacht-Gedicht in der Zeit um den Heiligen Abend.
Zielgruppe und Alter
Die primäre Zielgruppe sind eindeutig Kinder im Vorschul- und frühen Grundschulalter, etwa zwischen 4 und 8 Jahren. Die klaren, bildhaften Verse und das vertraute Motiv des heimlichen Gabenbringers sprechen diese Altersgruppe unmittelbar an. Ebenso eignet sich das Gedicht wunderbar für Eltern, Großeltern und Erzieher, die diesen Kindern den Zauber von Weihnachten vermitteln möchten. Auch in traditionell-christlich geprägten Familien findet das Gedicht aufgrund seiner klaren Glaubensaussage in der letzten Strophe großen Anklang.
Weniger geeignete Zielgruppe
Für ein rein säkulares, nicht-christliches Publikum, das Weihnachten ausschließlich als kulturelles Fest ohne religiösen Bezug feiert, könnte die explizite Schlusszeile ("weil wir ja Christen sind") und die theologische Deutung in Strophe drei weniger passend erscheinen. Ebenso ist das Gedicht für ältere Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, die nach komplexerer, metaphorischer oder kritischer Weihnachtslyrik suchen, aufgrund seiner einfachen und naiven Darstellung wahrscheinlich zu simpel. Für einen großen, offiziellen Festvortrag vor gemischtem Publikum ist es möglicherweise zu kindlich und intim.
Vortrags- und Inszenierungstipps
Beim Vortrag sollten Sie auf eine ruhige, etwas geheimnisvolle und warme Stimmlage achten. Sprechen Sie langsam und betonen Sie die wunderbaren Attribute wie "Engelein", "nicht sehen", "durch Wände gehen" und "ganz geheim". Eine kleine Pause nach "man merkt es erst im Nachhinein" kann die Spannung erhöhen. Für eine Inszenierung mit Kindern bieten sich folgende Ideen an:
- Visualisieren Sie das Gedicht mit einfachen, selbstgemalten Bildern: Ein Engel schwebt vom Himmel zum Haus, geht durch eine Wand und hinterlässt Geschenke.
- Lassen Sie die Kinder mit Glöckchen oder einem leisen Klangspiel die Ankunft des unsichtbaren Christkinds akustisch untermalen.
- Ein kleines "Engelsspiel" ist möglich: Ein Kind, als Engel verkleidet, schleicht lautlos durch den Raum, während das Gedicht vorgetragen wird, und legt am Ende kleine Symbolgeschenke (z.B. goldene Nüsse) ab.
- Zünden Sie beim Vortrag eine Kerze an, um die besinnliche und magische Stimmung zu unterstützen.
Abschließende Empfehlung
Wählen Sie dieses Gedicht genau dann, wenn Sie den ursprünglichen, gläubigen und kindlichen Zauber von Weihnachten in den Mittelpunkt stellen möchten. Es ist die ideale Wahl für den intimen Kreis der Familie am Heiligen Abend, kurz bevor die Geschenke entdeckt werden, oder für einen besinnlichen Moment in der Kita oder Grundschule, der über den reinen Materialismus des Schenkens hinausweist. Mit "Das Christkind ist ein Engelein" gelingt es Ihnen, die Vorfreude mit einer leicht verständlichen Glaubensbotschaft zu verbinden und so ein wirklich stimmungsvolles und bedeutungsvolles Weihnachtsgefühl zu schaffen.
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