Heute kommt der Weihnachtsmann
Kategorie: Adventsgedichte
Heute kommt der Weihnachtsmann
Heute kommt der WeihnachtsmannAutor: Vera-Regina aus Österreich
mit seinem Schlitten an,
von Rentieren gezogen,
durch die Luft geflogen.
Was Kinder sich erdenken,
bringt er an Geschenken,
schöne Spiele und auch Geld,
für jeden das, was ihm gefällt.
Sein Schlitten überladen,
sehr, sehr schwer zu fahren,
jedes Jahr zur Weihnacht,
kommt er mit seiner Fracht.
- Kurze einleitende Zusammenfassung
- Ausführliche Interpretation
- Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
- Für welche Anlässe eignet sich das Gedicht?
- Für wen bzw. für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
- Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
- Vortrags- und Inszenierungstipps
- Abschließende Empfehlung
Kurze einleitende Zusammenfassung
Das Gedicht "Heute kommt der Weihnachtsmann" von Vera-Regina fängt in wenigen, klaren Versen die freudige Erwartung und kindliche Faszination des Heiligen Abends ein. Es transportiert den klassischen Mythos des Weihnachtsmanns, der mit seinem fliegenden Rentierschlitten die Wünsche der Kinder erfüllt, in eine eingängige und bildhafte Form. Die Wirkung ist unmittelbar und nostalgisch - es weckt bei Lesern und Zuhörern gleichermaßen das warme, aufgeregte Gefühl der Vorweihnachtszeit.
Ausführliche Interpretation
Das Gedicht gliedert sich in drei knappe Strophen, die den Besuch des Weihnachtsmanns wie in einem kleinen Film abbilden. Die erste Strophe setzt dynamisch ein: "Heute kommt der Weihnachtsmann" - die unmittelbare Gegenwart ("Heute") schafft Spannung und Aktualität. Die Beschreibung seines Fortbewegungsmittels, des "durch die Luft geflogen" Schlittens, verankert das Gedicht fest im Bereich der Wunder und Märchen, die für die Weihnachtszeit so charakteristisch sind.
Die zweite Strophe widmet sich dem Kern des Weihnachtswunders: den Geschenken. Interessant ist hier die Formulierung "Was Kinder sich erdenken". Sie suggeriert, dass der Weihnachtsmann nicht einfach nur materielle Wünsche erfüllt, sondern die gesamte Phantasiewelt der Kinder bedient. Die Aufzählung "schöne Spiele und auch Geld" wirkt bewusst einfach und direkt, was den kindlichen Horizont perfekt spiegelt. Der Vers "für jeden das, was ihm gefällt" unterstreicht zudem die individuelle Zuwendung und Güte des Gabenbringers.
Die abschließende Strophe bringt eine charmante, realistische Note in die märchenhafte Erzählung. Das Bild des "überladenen" und "sehr, sehr schwer zu fahren" Schlittens macht die immense Aufgabe des Weihnachtsmanns greifbar und verleiht ihm eine sympathisch-menschliche Note. Trotz der Mühe vollbringt er diese Tat "jedes Jahr zur Weihnacht" zuverlässig, was seine Rolle als beständiger und verlässlicher Freudenbringer betont. Das Wort "Fracht" rundet das Bild geschickt ab und verweist auf die Fülle und den Reichtum, den er verteilt.
Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
Das lyrische Werk erzeugt eine durchweg positive, heitere und erwartungsvolle Grundstimmung. Es ist von unbeschwerter Vorfreude und einem unerschütterlichen Glauben an das Wunder der Weihnacht geprägt. Leichte Spannung ("Heute kommt...") mischt sich mit der Gewissheit der Freude ("bringt er an Geschenken"). Die leicht übertreibende Beschreibung der schweren Last ("sehr, sehr schwer") erzeugt dabei keine Besorgnis, sondern vielmehr Anerkennung und vielleicht ein kleines Schmunzeln. Insgesamt strahlt das Gedicht Geborgenheit und die festliche Magie des Heiligen Abends aus.
Für welche Anlässe eignet sich das Gedicht?
Dieses Gedicht ist ein vielseitig einsetzbarer Begleiter in der Advents- und Weihnachtszeit. Besonders gut passt es zu folgenden Gelegenheiten:
- Als festlicher Programmpunkt bei der familiären Weihnachtsfeier, bevor die Geschenke ausgepackt werden.
- Als Einstieg oder Abschluss einer kleinen Weihnachtsfeier im Kindergarten oder in der Grundschule.
- Zur feierlichen Eröffnung eines Adventskalender-Türchens oder während des gemeinsamen Plätzchenbackens.
- Als liebevolle, persönliche Note in einer selbstgestalteten Weihnachtskarte an die Enkelkinder oder Patenkinder.
- Als kurzer, stimmungsvoller Beitrag in einer Seniorenweihnachtsfeier, um Erinnerungen an die Kindheit zu wecken.
Für wen bzw. für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
Primär spricht das Gedicht Kinder im Vorschul- und frühen Grundschulalter (ca. 3 bis 8 Jahre) an. Die einfache Sprache, der klare Rhythmus und das vertraute Thema sind perfekt auf ihr Verständnis zugeschnitten. Darüber hinaus eignet es sich hervorragend für Eltern, Großeltern und Erzieher, die den Kleinen die Weihnachtsfreude vermitteln möchten. Auch ältere Menschen, die sich an die unbeschwerte Weihnachtszeit ihrer eigenen Jugend erinnern möchten, können großen Gefallen an der simplen und herzlichen Darstellung finden.
Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
Weniger geeignet ist das Gedicht für ein Publikum, das eine tiefgründige, kritische oder literarisch anspruchsvolle Auseinandersetzung mit dem Weihnachtsfest sucht. Es verzichtet bewusst auf komplexe Metaphern, religiöse Bezüge oder gesellschaftskritische Untertöne. Für Jugendliche in der Phase der Abgrenzung oder für erwachsene Zuhörer bei einer formellen literarischen Veranstaltung könnte der Text daher als zu simpel oder naiv wirken. Sein Charme entfaltet sich vollständig im Kontext des kindlichen Glaubens an den Weihnachtsmann.
Vortrags- und Inszenierungstipps
Um den Zauber des Gedichts voll zur Geltung zu bringen, sind kleine Inszenierungsideen Gold wert. Ein langsamer, feierlicher Vortrag mit betonter, klarer Aussprache ist die Basis. Besonders wirkungsvoll sind folgende Tipps:
- Stimmlage und Tempo: Beginnen Sie mit einer geheimnisvollen, leisen Stimme ("Heute kommt der Weihnachtsmann..."), steigern Sie die Lautstärke und Lebhaftigkeit in der zweiten Strophe bei der Nennung der Geschenke, und lassen Sie die Stimme in der letzten Strophe etwas schwerer und betonter klingen, um die Last des Schlittens hörbar zu machen.
- Gestik und Mimik: Nutzen Sie eine weite, fliegende Armbewegung bei "durch die Luft geflogen". Zeigen Sie bei "Was Kinder sich erdenken" mit dem Finger an die Schläfe. Ein verschmitztes Lächeln bei der Aufzählung der Geschenke unterstreicht die Freude.
- Visuelle Unterstützung: Halten Sie beim Vortrag vor Kindern ein Bild vom Weihnachtsmann hoch oder setzen Sie eine Weihnachtsmannmütze auf. Ein kleines, mit Tuch verhülltes "Geschenk" als Requisit steigert die Spannung.
- Einfache Melodie: Das Gedicht lässt sich wunderbar auf eine einfache, selbst erfundene Melodie singen oder als Sprechgesang vortragen. Probieren Sie es aus!
- Gemeinsames Sprechen: Laden Sie die Kinder ein, das letzte Wort jeder Zeile ("Weihnachtsmann", "an", "gezogen", "geflogen" usw.) gemeinsam zu rufen. Das schafft Interaktion und macht Spaß.
Abschließende Empfehlung
Wählen Sie dieses Gedicht genau dann, wenn Sie die unverfälschte, kindliche Vorfreude auf den Heiligen Abend in den Mittelpunkt stellen möchten. Es ist der ideale Text für den magischen Moment, kurz bevor die Glocke läutet oder die Tür zum Weihnachtszimmer geöffnet wird. Seine Stärke liegt nicht in literarischer Komplexität, sondern in der direkten, herzerwärmenden Art, wie es den Mythos des Weihnachtsmanns besingt. Für eine familiäre, gemütliche und auf die Kleinen ausgerichtete Weihnachtsfeier ist es eine perfekte, zeitlose Ergänzung, die garantiert strahlende Augen hervorruft.
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