Weihnachten um die Welt, 24 kleine weihnachtliche Strohen, auch als Adventskalender zu nutzen
Kategorie: Adventsgedichte
Weihnachten um die Welt, 24 kleine weihnachtliche Strohen, auch als Adventskalender zu nutzen
In Russland lebt im Norden, in einem Haus aus Eis,Autor: Sigrid Häse
ein alter, gütiger Mann, mit einem Barte weiß.
Er bringt Kinder Geschenke, man nennt ihn Väterchen Frost,
und fährt in einem Schlitten, hinter drei weißen Ross.
Er trägt einen himmelblauen, Mantel mit Federn vom Schwan,
und ein kristallenes Zepter, doch ist ihm immer warm,
was er mit seinem Stab, einmal hat berührt,
wird wie Eis so hat, weil es gleich einfriert.
Manchmal wird er begleitet, von seiner Enkelin,
die heißt Snjegorutschka, das heißt "Schneeflöckchen".
Dann hört man ihn laut lachen, er liebt sie wirklich sehr,
und der Geschenke Anzahl, gibt es umso mehr.
Wenn du in der Nachtmitten, seine Schellen hörst,
von seinem großen Schlitten, pass auf, dass du nicht störst.
Er wird nicht gern gesehen, mit seinen weißen Ross,
drum lass ihn einfach gehen, und warte ab getrost.
Kommt das Väterchen aber, bis in die USA,
wird sein blauer Mantel, ganz rot - wie sonderbar!
Sein Name wird auch anders, er heißt jetzt Santa Claus,
doch wie in Rußland fliegt er, trotzdem von Haus zu Haus.
Er hat jetzt keine Pferdchen, die seinen Schlitten ziehn,
nein, gleich neun Rentiere, sind gespannt vor ihn.
Sie heißen Rudolph und Vixen, Comet, Cupid und Dancer,
sowie Donder und Blixen, plus Dasher und noch Prancer.
Rudolph kennt ein jeder, es gibt von ihm ein Lied,
mit seiner roten Nase, man ihn von weitem sieht.
Im dicksten Schneegestöber. leuchtet er Santa den Weg,
drum läuft er auch ganz vorne, sonst käme Santa zu spät.
Hänge also deine Strümpfe, an deinen Kamin hin,
natürlich frisch gewaschen - vielleicht ist etwas drin?
Und stell dem Santa Claus, ein Glas Milch daneben,
vielleicht auch ein paar Kekse, dann wird er dir was geben.
Egal, ob Väterchen Frost, oder Santa Claus,
egal, ob weiße Pferdchen, oder Rentiere fliegen aus,
in Island hoch im Norden, im Land aus Feuer und Eis,
ist wieder alles anders, wie man schon lange weiß....
In Islan wohnt die Gryla, eine Trollenfrau,
sie hat der Söhne 13, die alle ziemlich schlau.
Doch kocht sie miserabel, und sieht ganz grantig aus,
drum sind die 13 Söhne, zu Weihnacht außer Haus.
Sie hat auch eine Katze, mit dunklem, schwarzen Fell,
die holt sich faule Menschen, wenn die nicht spinnen schnell.
Wer nicht bis zum Winter, alle Wolle gesponnen hat,
wird von Jolaköttur gerne mal geschnappt.
Schafschreck heißt ihr Erster, steif wie ein langer Ast,
schleicht er sich in die Ställe, gibt Schafen keine Rast.
Er will die Schafsmilch saugen, den Tieren ists ein Graus,
doch hat er hölzerne Beine, nicht gut geht's für ihn aus!
Schaumschuft ist der Zweite, mit lichtem, grauem Haar,
er kriecht aus der Kloake, wenn niemand ist ihm nah,
versteckt im Kuhverschlage, vom Milchschaum er gern stiehlt,
wie Knecht und Magd erzählen, ist es ein grausig Bild!
Kurzer heißt der Dritte,
ein wahrlich kleiner Wicht,
er schnappt sich gern die Pfanne, sobald die Chance in Sicht.
Er ist auf, was verbrennt, am Pfannenboden aus,
auf und davon er rennt, versteckt sich schnell im Haus.
Der Vierte, Löffellecker, ist ungewöhnlich schlank,
er lacht wenn die Köchin, verschnauft sich auf der Bank,
den Kochlöffel zu stehlen, kommt er mit schnellem Schritt,
greift ihn mit beiden Händen, ohne eine Bitt.
Der Fünfte, Kesselkratzer, als Eigenbrötler ist bekannt,
vom Milchreis angezogen, zupft er am Schellenband,
aus Neugier am Besuche, die Kinder rennen raus,
da kratzt flugs dieser Schlingel, den Kesselboden aus!
Der Siebte, Türenknaller, mit Grinsen im Gesicht,
schleicht kühn durch die Behausung, im Abenddämmerlicht.
Und wenn die Leute schlafen, in wohlverdienter Ruh,
knallt er ohne Warnung, die Türen schallend zu.
Quarkschlund heißt der Achte, kein wirklich heller Kopf,
den Quark er gierig schöpft, mit Händen aus dem Topf.
Er schlingt ihn immer weiter, und denkt nicht nach, der Wicht,
bis er vor Schmerzen stöhnt, und dann zusammen bricht.
Der Neunte, Rauchwursträuber,
ist schnell und schlau dazu,
den Balken in der Küche, erklimmt er fix im Nu.
Die Würste, die dort hängen, voll von Ruß und Rauch,
die will er gern sich angeln, zu füllen seinen Bauch.
Der Zehnte, Fensterglotzer, ein ganz durchtriebener Dieb,
späht gerne durch die Scheiben, ob er was Schönes sieht.
Wenn er dort was erblickt, was ihm scheint interessant,
versucht er es zu greifen, geschickt mit seiner Hand.
Der Elfte, Türschlitzschnüffler, von Schnupfen bleibt verschont,
doch wird seine lange Nase, sehr oft mit Spott belohnt.
Den Duft frittierter Fladen, er draußen schon vernimmt,
dann folgt er ihm so lange, bis sein Schmaus beginnt.
Der Zwölfte, Keulenklauer, vom Hochland stapft er her,
am Tag vor Heilig Abend, liebt er das Fleisch gar sehr.
Und durch den großen Schornstein, wo Fleisch zum räuchern hängt,
die Keulen er behände, mit einem Haken fängt!
Der letzte, Kerzenschnorrer, die 13 sollte sein,
er kommt am heiligen Abend, gelockt vom Lichterschein.
Er scheucht die kleinen Kinder, und jauchzet dabei froh,
dann schnorrt er alle Kerzen, die brennen lichterloh.
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